Das andere WM-Spiel: der Kampf um die Sicherheit
Präsidentin Claudia Sheinbaum machte es an diesem Freitag deutlich. Während Mexiko sich darauf vorbereitet, die Welt im Jahr 2026 willkommen zu heißen, gibt es ein Spiel, das bereits begonnen hat und nicht auf dem Spielfeld gespielt wird. Es ist die Sicherheitsstrategie, und sie hat einen konkreten Rivalen: Menschenhandel.
„Es gibt eine Kampagne und es gibt Überwachung… die nicht nur dem Schutz von Besuchern dient, sondern auch Fragen des Menschenhandels und anderer Kriminalitätsprobleme, die auftreten könnten“,
sagte Sheinbaum in seiner Morgenkonferenz. Seine Worte sind nicht nur eine Rede. Dahinter steckt eine Mobilisierung, an der die Generalstaatsanwaltschaft (FGR), die Staatsanwaltschaften und die örtlichen Sicherheitssekretariate beteiligt sind.
Eine globale Allianz gegen ein lokales Verbrechen
Aber das geht über die Regierung hinaus. Der interessanteste Schritt ist die Koalition, die gestern gebildet wurde. Das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hat zusammen mit SINTRATA A.C., dem Bürgerrat der Hauptstadt, und mit Unterstützung von Uber „WORLDWIDE WITHOUT TRAFFIC“ ins Leben gerufen.
Das Ziel ist direkt: zu lehren, wie man Fälle während des Turniers sicher identifiziert und meldet. Die Telefonleitung des Bürgerrats (800 55 33 000) wird der Hauptkanal sein.
Das sehen viele nicht. Sportgroßveranstaltungen mit ihrer Touristen- und Geldflut sind Anziehungspunkte für kriminelle Netzwerke. Sheinbaums Versprechen besteht darin, diesen dunklen Fluss aktiv zu überwachen.
Es ist eine hohe Wette. Erfolg wird nicht nur an Toren gemessen, sondern auch daran, wie viele Leben außerhalb der Stadien geschützt werden. Das wichtigste Spiel des Jahres 2026 könnte dieses sein.




