Sheinbaums Morgen: zwischen „Medienhits“ und Deepfakes auf TikTok
Nun, hier sind wir wieder. Dienstag, der 13., ein Tag, der historisch gesehen ein schlechtes Gefühl hervorruft, und Claudia Sheinbaum kommt zu ihrer Morgenkonferenz im Nationalpalast an. Das Menü des Tages: eine Portion Medienkritik, als Hauptgang Regulierungsversprechen und zum Nachtisch eine Warnung vor den Gefahren künstlicher Intelligenz. Eine Combo, die alles außer Langeweile bietet.
Die Präsidentin sagte zunächst den Satz der Stunde: Sie beschuldigte einige Medienunternehmen, „Medienputsche“ durchgeführt zu haben. Klingt stark, nicht wahr? Als ob die Nachricht eine Armee wäre, die einen Aufstand plant. Aber er stellte schnell klar – fast so, als würde er darum bitten, den Tweet nicht aus dem Zusammenhang zu reißen –, dass es in seiner Regierung keine „vergangenen Praktiken“ gegen Medienunternehmen gebe. Mit anderen Worten: keine alten Gewohnheiten. Alles neu, alles frisch.
Im Mittelpunkt seiner Rede stand das, was großartig klingt, in der Praxis aber manchmal schwer umzusetzen ist: das Recht auf Information. Sheinbaum versicherte, dass „ein Prozess bevorsteht“, um dies zu gewährleisten, dank einer Gesetzesänderung, die bereits verfassungskonform ist. Ihrer Meinung nach besteht die Idee darin, dass jeder Bürger in ein paar Monaten aufstehen kann – ich stelle mir vor, mit einem Handy in der Hand – und behaupten kann: „Hey, Sie informieren mich nicht richtig.“ Das klingt ermächtigend, fast so, als würde man der Öffentlichkeit Superkräfte gegen schlechte Schlagzeilen verleihen.
„Das Recht auf Anhörungen muss gewährleistet sein … Und es kommt ein Prozess, bei dem in ein paar Monaten alle Garantien gegeben sein müssen, damit jeder Bürger sagen kann: ‚Sie informieren mich nicht ausreichend‘.“
Aber hier nimmt das Drehbuch eine Wendung im Stil eines Science-Fiction-Films. Denn wenn der Präsident vor irgendetwas warnte, dann vor den mit künstlicher Intelligenz begangenen Betrügereien. Ja, diese Deepfake-Videos, die echt aussehen, aber gefälscht sind als ein Monopoly-Ticket. Er sagte, es sei „eine sehr gute Debatte“, wie man sicherstellen kann, dass die Leute wissen, wann Inhalte von KI generiert wurden.
Und sie nannte erschreckende Beispiele: Auf Plattformen wie TikTok kursieren gefälschte Videos von vermeintlichen Angehörigen der Streitkräfte, die zum Kampf gegen den Drogenhandel aufrufen … oder sogar von ihr selbst, die darum bittet, in Pemex zu investieren. Mit anderen Worten: Ihre Zeitleiste könnte voller Geisterbehörden sein, die Befehle erteilen, die nie existiert haben. Das Ausmaß der digitalen Dystopie erreicht besorgniserregende Ausmaße.
„Sie sehen echt aus. Das Thema künstliche Intelligenz ist eine sehr gute Debatte darüber, wie man sicherstellen kann, dass die Menschen wissen, dass sie durch künstliche Intelligenz erzeugt wurde“, kommentierte Sheinbaum und räumte ein, wie schwierig dieses Thema wird.
Das regulatorische Dilemma: Wer läutet die digitale Katze?
Eines war dem Präsidenten klar: Dies muss besser geregelt werden, um die Menschen zu schützen. „Es muss besser reguliert werden, um sicherzustellen, dass die Menschen wissen, dass es sich um falsche Informationen handelt“, sagte er. Aber er gab auch das Offensichtliche zu: „Regularisierung hat ihre Komplikationen.“ Übersetzung: Das Aufstellen von Regeln für das Internet ist wie der Versuch, einen Tornado mit einem Schmetterlingsnetz zu zähmen.
Und was ist mit den direkt Betroffenen? Sheinbaum erwähnte kurz Synchronsprecher – die Stimmen hinter Ihren Lieblingsfilmen – die gesehen haben, wie ihre Arbeit durch KI geklont oder ersetzt werden kann. Hierzu sagte er, dass in dieser Angelegenheit bereits Fortschritte erzielt worden seien, ohne jedoch nähere Einzelheiten zu nennen. Es bleibt das Gefühl, dass wir Ihnen bald mehr erzählen werden.Letztendlich ist die Botschaft eine Mischung aus Versprechen und Warnung. Einerseits verspricht die Regierung einen Prozess zur Stärkung des Publikums gegenüber den traditionellen Medien. Andererseits warnt es uns vor einer digitalen Landschaft, in der man dem, was man sieht oder hört, nicht mehr vertrauen kann, weil es das Produkt eines bösartigen Algorithmus sein könnte.
Es ist das perfekte Spiegelbild unserer Zeit: Wir streben danach, mehr Zugang zu echten Informationen zu haben, während wir durch einen immer tiefer werdenden Ozean künstlich erzeugter Fehlinformationen navigieren. Eine echte Generationenherausforderung.
—
Fanden Sie diese Analyse der Präsidentenrede interessant? Teilen Sie diese Notiz, um mehr Gespräche darüber zu führen, wie wir uns im digitalen Zeitalter informieren und geschützt sind (oder nicht).




