Das Versprechen, das zurückkehrt: Sheinbaum und seine Obsession für „Pluris“
Claudia Sheinbaum machte es noch einmal deutlich. Er hat nicht vor, den Knochen der plurinominalen Gesetzgeber loszulassen. In seiner Sprache wird er nicht den Finger von der Linie lassen. Die Idee, die Art und Weise, wie diese Abgeordneten in den Kongress gelangen, zu reformieren, ist immer noch lebendig und kann in der nächsten Legislaturperiode wieder aufgegriffen werden.
Und was genau schlägt er vor? Sein Argument ist einfach und er wiederholt es wie ein Mantra: Die Menschen wollen nicht, dass die Parteiführer diese Vertreter wählen. Er sagt dies mit der Zuversicht von jemandem, der Zahlen hat, auch wenn diese von einem einzigen Meinungsforscher stammen.
„Die Leute sind sich nicht einig, dass es die Führer der politischen Parteien sind, die die Verhältniswahl definieren. Sie sind anderer Meinung. Es gibt viele Umfragen, die letzte von Enkoll spricht von 80 %. Ich bin auch nicht einverstanden“, erklärte er.
Das ist der Kern seiner Rede. Er beruft sich auf die Volksablehnung, um eine Änderung zu rechtfertigen, die seine eigene Partei, Morena, seltsamerweise seit Jahren intern nicht mehr umgesetzt hat. Die Ironie ist so stark, dass sie fast greifbar ist.
Ein sehr beredtes „könnte sein“
Auf die Frage, ob er es noch einmal versuchen werde, antwortet er mit einem klassischen politischen Kalkül: “Vielleicht, mal sehen.” Es hängt natürlich alles davon ab, wie der nächste Kongress gebildet wird. Das heißt, wenn Sie die Stimmen haben, um dies zu erreichen.
Das Einzige, was fest ist, ist seine Beharrlichkeit. Er verspricht, diesen Kurs fortzusetzen und argumentiert, dass die Bürger die Möglichkeit haben sollten, direkt zu wählen. Unterdessen ist Morenas interne Verlosung seiner Kandidaten weiterhin das kleine unangenehme Detail, an das sich offenbar niemand auf der Pressekonferenz erinnern möchte.
Die Schlussfolgerung ist für jeden offensichtlich, der sich mehr als einmal mit diesen Themen befasst hat. Es ist ein bekanntes Drehbuch: Die edle Absicht wird verkündet (mehr Demokratie), der Bösewicht wird aufgezeigt (die Führer), konkrete Maßnahmen werden verschoben (es hängt vom Kongress ab) und der Zyklus wiederholt sich. Das politische Gedächtnis ist kurz, aber Reden sind ewig.




