Mexikanische Justiz: Wo Eskapaden vorhersehbarer sind als das Ende einer Seifenoper
Jetzt, meine Damen und Herren, machen Sie sich bereit für eine weitere Folge von „The Mexican Judiciary: Incompetence or Comedy?“. In dieser Folge: Claudia Sheinbaum, unsere Lieblingspräsidentin, die die Augenbrauen hochzieht, wird gegen einen Richter geschickt, der überraschenderweise Zhi Dong Zhang entkommen ließ, alias „Bruder Wang“, „Pancho“ oder einfach „Der Chinese, der nicht zu Hause sein sollte“.
Es stellt sich heraus, dass dieser chinesische Staatsbürger, angeblicher Lieferant von Fentanyl für die Kartelle Sinaloa und Jalisco Nueva Generación (denn was gibt es Schöneres, als Süchte und Todesfälle anzuheizen), seinen Hausarrest genoss, als wäre es ein Luxus-Airbnb. Bis, oh Zufall, er weglief! Wer hätte das gedacht? Na ja, anscheinend alle außer dem Richter.
Die Staatsanwaltschaft vs. die Justiz „passiert nichts“
Sheinbaum ließ in seiner Rolle als „die Stimme der verärgerten Vernunft“ Juwelen fallen wie: „Wie ist das möglich?“ (eine rhetorische Frage, die wir Mexikaner uns täglich stellen). Ihr zufolge kämpfte die Staatsanwaltschaft wie eine Katze auf dem Rücken, um diese Freilassung zu verhindern, aber der Richter entschied, dass ein mutmaßlicher internationaler Drogenhändler eine Fernbedienung mehr verdiente als Handschellen. Bravo für selektive Gerechtigkeit!
Und das Witzigste daran: Das Thema stand unter dem Schutz von Bundesagenten. Haben sie Netflix geschaut, während „Pancho“ durch die Hintertür kam? Oder haben sie „Verwahrung“ mit „Parkservice“ verwechselt? Das Sicherheitskabinett wird die Einzelheiten preisgeben, allerdings wahrscheinlich mit der gleichen Effizienz, mit der es Chapo beim dritten Mal gefunden hat.
Übrigens ist Zhi Dong Zhang nicht irgendein „Unternehmer“. Die Vereinigten Staaten wollen ihn, weil er genug Drogen exportiert, um ganz Amerika wach zu halten: mehr als 1.000 Kilo Kokain, 600 Kilo Methamphetamine und 1.800 Kilo Fentanyl (genug, damit ein Elefant Farben sehen kann). All dies, so die Aussage der amerikanischen Bundesgerichte, die – anders als unsere – durchaus an den Begriff „Gefängnis“ glauben.
Das Tüpfelchen auf dem i: Er wurde im Oktober in der Santa Fe Avenue verhaftet (weil Drogenhändler schöne Gegenden lieben), im Rahmen einer Operation, an der die Marine, die Armee und der Sicherheitsdienst beteiligt waren. So viele Uniformierte, dass am Ende alles mit einem „Bleiben Sie zu Hause, Herr Drogendealer“ gelöst wurde. Könnte es sein, dass sie „Haftbefehl“ mit „Ausgangssperre“ verwechselten?
Moral: Wenn Sie sich in Mexiko der Justiz entziehen wollen, stellen Sie sicher, dass Sie einen Richter haben, der über ein besseres Urteilsvermögen verfügt als ein sechsseitiger Würfel. Und wenn Sie Staatsanwalt sind, bringen Sie für die langen, frustrierten Nächte zusätzlichen Kaffee mit.
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