Almeydas Zyklus in Sevilla geht zu Ende
Die Bank von Ramón Sánchez-Pizjuán ist wieder leer. An diesem Montag hat der FC Sevilla offiziell gemacht, was viele bereits erwartet hatten: Matías Almeyda ist nicht mehr ihr Trainer.
Die Entscheidung fällt nach der 0:2-Niederlage gegen Valencia am Samstag. Ein weiterer Rückschlag in einer Saison voller Turbulenzen. Der andalusische Klub gab den Abgang bekannt und „würdigte die Arbeit“ des Trainers und seiner Mannschaft.
„Sevilla FC möchte Matías Almeyda und seinem Team für ihre Arbeit in den letzten Monaten danken und wünscht ihm viel Glück bei seinen nächsten beruflichen Herausforderungen“,
Almeyda verabschiedet sich mit dem Team auf dem 15. Platz, nur drei Punkte von der Klippe entfernt. Die Statistik ist kalt und eindringlich: Nur ein Sieg in den letzten acht Spielen.
Ein Abschied mit Selbstkritik
Auffallend war die Aufrichtigkeit des Trainers selbst nach dem letzten Spiel. Er suchte nicht nach Ausreden. Er übernahm vor den Mikrofonen die volle Verantwortung.
„Ich denke, dass wir in den letzten beiden Spielen eine Mannschaft gesehen haben, die wenig kampfbereit war, etwas, das uns Ergebnisse wie Selbstliebe und Hingabe beschert hat und bei dem es eine große Angst davor gibt, Fehler zu machen“,
Deutsch sagte. Und er fügte hinzu:
„Wenn es an Klarheit mangelt, ist es schwierig, dass die Dinge gut laufen.“
Ihre Endbilanz: 32 Spiele, 10 Siege, 7 Unentschieden und 15 Niederlagen. Zahlen, die für einen Klub mit Europa-Ambitionen nicht ausreichen. Der Argentinier kam letzten Juni mit einem Lebenslauf, zu dem River Plate, Chivas und AEK Atenas gehörten.
Jetzt braucht die Umkleidekabine dringend einen neuen Steuermann. Der Besuch beim Schlusslicht Oviedo am 5. April wird als entscheidendes Spiel dargestellt, um den Kurs zu korrigieren und die Geister des Abstiegs zu vertreiben.
Die Fans erwarten eine sofortige Reaktion. In Nervión geht die Geduld genauso schnell zu Ende wie die Punkte in der Tabelle.




