Ein Symbol, das nicht aufhört
Rosa Gloria Chagoyán ist immer noch gültig. Die Schauspielerin, die mit ihrer Figur Lola la Trailera das populäre mexikanische Kino prägte, glänzt nun im Musical Perfume de Gardenia, das im San Rafael Theater aufgeführt wird. Dort spielt sie eine von Juana la cubana inspirierte Nummer, eine weitere ihrer emblematischen Rollen, begleitet von La Sonora Santanera.
Sein Ruhm entstand aus unmöglichen Szenen. In einem der denkwürdigsten Szenen fährt Lola ihren Wohnwagen mit voller Geschwindigkeit, ein Rad angehoben und ihr Kamerad gießt Tequila in den rauchenden Motor. „Jetzt werden wir gewinnen“, sagt er am Steuer. Das Bild verdichtet, was Chagoyán bis heute verteidigt: eine Frau, die das Unmögliche beherrscht, in einem Kino, das keine Angst davor hatte, Geschlechterrollen oder physikalische Gesetze in Frage zu stellen.
„Es waren Filme mit großartiger Fotografie, viel Produktion, mit Trailern, die in die Schlucht fuhren, Motorrädern, die abstürzten, Flugzeugen, die ins Meer stürzten“, erinnert sich die Schauspielerin.
Eine Bürgerwehrfigur. Chagoyán versichert, dass Lola zu einer Ikone der weiblichen Befreiung geworden sei. „Lola ist eine Frau, die einen Wohnwagen fährt, und deshalb haben sie Krieg gegen uns geführt, weil es solche Charaktere in Filmen nicht gab. Sie fragten, wie eine Frau ihre Rechte verteidigt und den Bedürftigen hilft“, erklärt sie.
Er gibt an, dass Lola la Trailera der Film mit den höchsten Einspielzahlen in der Geschichte des nationalen Kinos sei. „Lola wurde zu einer Bürgerwehrfigur, sie ist eine mutige Frau, die gegen Kriminelle kämpfte. Das gefiel den Leuten sehr, denn die Person, die das Böse der kriminellen Kartelle bekämpfte, war eine Frau“, betont er.
Vor dem Lenkrad hatte die Schauspielerin ihre Karriere bereits im Fernsehen und in Fotonovelas begonnen. Auf Kanal 8 lernte er den jungen Juan Gabriel kennen. Später engagierten Vertreter des Singer-Songwriters sie, um mit ihm in Fotonovelas aufzutreten. „Jede Woche trafen er und ich uns zum Essen und Fotografieren. Wir waren gute Freunde“, verrät er.
Auch heute noch ist Chagoyán aktiv und verteidigt den Wert ihres Kinos. Mit Lola, sagt er, tourte er durch die USA, Mexiko, Mittelamerika, Venezuela, Kolumbien und sogar auf Festivals in China. Sein Erbe, versichert er, bleibe erhalten.




