Obligatorische Registrierung von Telefonanschlüssen
Die Maßnahme, die die Verknüpfung jedes Telefonanschlusses – Prepaid oder Postpaid – mit dem Unique Population Registration Code (CURP) erfordert, ist bereits in Kraft. Das erklärte Ziel: Straftaten wie Erpressung und Betrug entgegentreten. Wer sich nicht daran hält, riskiert die Einstellung des Dienstes.
Die Hauptbetreiber haben Protokolle implementiert. América Móvil (Telcel) stellt sicher, dass administrative, technische und physische Maßnahmen ergriffen werden, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Für die Fernregistrierung ist ein Lebensnachweis per Selfie erforderlich.
Telefónica Movistar México weist darauf hin, dass jede Validierung vor dem Nationalen Bevölkerungsregister (RENAPO) die ausdrückliche Zustimmung des Eigentümers erfordert. Stellt klar, dass nach Abschluss der Verifizierung keine biometrischen Daten, Fotos oder Ausweiskopien gespeichert werden.
AT&T Mexico nutzt seinerseits elektronische und vertragliche Backup-Tools mit Dritten sowie eine automatisierte Validierung mit offiziellen Quellen, um Registrierungsunterlagen auszustellen.
Datensicherheitsbedenken
Trotz dieser Garantien warnen Digitalrechtsverteidiger vor strukturellen Mängeln. Gemäß den Richtlinien der Telecommunications Regulatory Commission (CRT) und des National Transparency Institute (INAI) liegt die Verantwortung bei den Betreibern und nicht bei einer einzelnen Regierung.
Die größte Angst: Leaks auf den Schwarzmarkt. Frühere Erfahrungen, wie zum Beispiel das RENAUT-Register, zeigen, dass die Telefonnummer bei Offenlegung von Informationen zum Hauptschlüssel wird, der mit Bankkonten, E-Mails und sozialen Netzwerken verknüpft ist.
Darüber hinaus sind Geisterleitungen entstanden: Benutzer entdecken, dass ihr CURP mit Nummern verknüpft ist, die sie nicht vertraglich vereinbart haben. Das CRT ermöglichte Konsultationsplattformen zur Überprüfung des Status. Es wird empfohlen, die Daten regelmäßig zu überprüfen und bei Feststellung von Anomalien die Aufhebung der Verknüpfung zu beantragen, um Identitätsdiebstahl zu vermeiden.




