Pole ist nicht alles
Tyler Reddick wird diesen Sonntag als Erster auf dem Circuit of the Americas starten. Suchen Sie nach etwas Historischem: dem Gewinn der ersten drei Rennen der Saison. Ein Traumstart für jeden Piloten.
Aber es gibt ein großes „Aber“ im Weg. Sein Name ist Shane van Gisbergen.
Der Neuseeländer war letzte Saison auf den Straßenkursen eine unaufhaltsame Maschine. Er gewann fünf von sechs Rennen. Viele hielten seinen Sieg hier bereits vor Beginn des Wochenendes für selbstverständlich.
„Ich muss ihm einfach so viel Vorsprung wie möglich verschaffen und versuchen, den ganzen Tag vor ihm zu bleiben“, sagte Reddick.
Klingt einfach, oder? Die Realität ist viel komplizierter. SVG wird vom 13. Platz starten, aber wir alle wissen, dass sein Tempo in einem langen Rennen tödlich ist.
Ein historischer Rekord steht auf dem Spiel
Van Gisbergen will nicht nur gewinnen. Versucht, einem legendären Rekord gleichzukommen. Ein sechster Sieg in Folge auf einer Straßenstrecke würde ihn mit Jeff Gordon (1997–2000) zusammenbringen.
COTA ist jedoch ein anderes Biest. Es ist eine Strecke wie geschaffen für die Formel 1, und letztes Jahr kam er damit nicht zurecht. Auch an diesem Samstag im Qualifying war seine Pace nicht wie erwartet.
Und dann ist da noch Connor Zilisch, sein Trackhouse-Neuling. Mit nur 19 Jahren zeigt er bereits ein besonderes Talent. Obwohl er als 25. starten wird, schließt das niemand aus.
„Mit Connor ist es aufregend. (Er ist) ein ganz besonderes Talent, das jetzt dieses Niveau erreicht“, sagte van Gisbergen.
Zilisch lernte, indem er letztes Jahr gegen SVG selbst antrat. Er schlug ihn sogar in Sonoma nach einem denkwürdigen Kampf. Er weiß, worauf es ankommt.
„Ich habe das Gefühl, dass ich ein perfektes Rennen fahren muss, um ihn zu schlagen“, gab Zilisch zu. „Ich denke, jeder hat erkannt, wie schwierig das ist.“
Andere Faktoren auf der Strecke
Brad Keselowski wird antreten, während er sich von einem Beinbruch erholt. Er hat Joey Hand, der ihn ersetzen kann, wenn die Schmerzen zu groß sind, aber er hat nicht vor, so schnell aufzugeben.
„Ich bin Rennfahrer, das ist es, was ich mache“, sagte Keselowski.
Darüber hinaus setzen wir an diesem Sonntag noch mehr Power frei. Auf den Straßenrennstrecken leisten die Autos zwischen 670 und 750 PS. Die Fahrer hoffen, dass dies zu mehr Action und Überholmanövern führt.
Die Wetten sprechen für van Gisbergen (+100), aber Reddick hat hier Geschichte – er gewann 2023 – und unschlagbares Selbstvertrauen. Die Pole ist ein guter Anfang, aber die 95 Runden versprechen einen totalen Kampf.




