Ramiro Valdés, der letzte Kommandeur der Kubanischen Revolution, stirbt
Ramiro Valdés Menéndez, Kommandeur der Kubanischen Revolution und Vertrauter von Fidel und Raúl Castro, ist an diesem Sonntag im Alter von 94 Jahren gestorben. Dies wurde von der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) und der Regierung der Insel in einer offiziellen Erklärung bestätigt. Zu den Todesursachen wurden keine Angaben gemacht und es wurde auch nicht mitgeteilt, wie die Beerdigung ablaufen wird.
„Ramiro Valdés Menéndez verdient den Respekt und die Bewunderung des kubanischen Volkes für sein Engagement und seine erwiesene Loyalität gegenüber der revolutionären Sache“, heißt es in der in Cubadebate veröffentlichten Notiz.
Valdés war Teil der Gruppe, die 1953 die Moncada-Kaserne stürmte und damit den bewaffneten Kampf gegen Fulgencio Batista begann. Anschließend kämpfte er unter dem Kommando von Che Guevara und erhielt den Ehrentitel „Kommandant der Revolution“. Er wurde auch zum „Helden der Republik Kuba“ erklärt.
Er bekleidete leitende Positionen in der Regierung, unter anderem im Innenministerium, trat jedoch 1986 nach einem Streit mit Fidel Castro von der Macht zurück. Er blieb 17 Jahre lang dem öffentlichen Leben fern. 2003 kehrte er in den Staatsrat zurück. Im Jahr 2006 ernannte ihn Raúl Castro zum Minister für Informationstechnologie und Kommunikation, obwohl er über 70 Jahre alt war. 2011 wurde er die Nummer drei im PCC, nur hinter Raúl und José Ramón Machado Ventura. Im Jahr 2019 wurde er stellvertretender Premierminister, eine Position, die durch die neue Verfassung geschaffen wurde.
Bekannt für seine kritische Haltung gegenüber dem Internet, erklärte er 2007: „Das wilde Pferd kann und muss beherrscht werden und die Infokommunikation muss für Frieden und Entwicklung eingesetzt werden.“ Er trat selten in der Öffentlichkeit auf und sprach nie mit der Presse.
Präsident Miguel Díaz-Canel reagierte in den sozialen Netzwerken: „Der physische Abgang des Befehlshabers der Revolution, Ramiro Valdés Menéndez, schmerzt zutiefst, wie der eines Vaters. So habe ich ihn immer geliebt und respektiert. So werde ich mich an seine Unterstützung und seinen Rat, seine diskrete Zusammenarbeit und sein vorbildliches Engagement im Dienst des Vaterlandes erinnern.“




