Profeco untersucht StubHub und Viagogo wegen spekulativem Weiterverkauf
Die Bundesverbraucherstaatsanwaltschaft (Profeco) hat ein Gerichtsverfahren gegen die Plattformen StubHub und Viagogo eingeleitet. Der Vorwurf: Verstöße gegen das Bundesverbraucherschutzgesetz durch spekulative Verkaufspraktiken bei Eintrittskarten für Groß- und Sportveranstaltungen.
Während der Konferenz von Präsidentin Claudia Sheinbaum erläuterte der Leiter von Profeco, César Iván Escalante Ruiz, die festgestellten Unregelmäßigkeiten. Er wies darauf hin, dass Unternehmen nicht nur bereits verfügbare Tickets weiterverkaufen, sondern diese auch vor Beginn des offiziellen Vorverkaufs bewerben.
„Es werden mehrere Verstöße gegen das Bundesverbraucherschutzgesetz festgestellt, weil sie spekulative Verkäufe tätigen. Sie verkaufen nicht nur Tickets weiter, die bereits im Verkauf sind, sondern beginnen auch mit der Werbung für Tickets, wenn noch nicht einmal ein Vorverkauf oder ein offizieller Verkauf stattgefunden hat“, erklärte er.
Beide Plattformen waren bereits zur Bereitstellung von Informationen verpflichtet. Im Rahmen der Verfahren wurden sogar Bußgelder verhängt, Einzelheiten werden jedoch nicht bekannt gegeben, da es sich um ein Gerichtsverfahren handelt. Die Fristen für die Beantwortung laufen noch in diesem Monat ab. Profeco bat das SAT um Unterstützung bei der Suche nach Steueradressen, da einem Unternehmen Meldedaten fehlten.
Die Behörde prüft die Einreichung einer Strafanzeige auf der Grundlage von Artikel 24 des Bundeskonsumentenschutzgesetzes. Im Rahmen der Überwachung wurde die Überwachung digitaler Ticketverkaufsplattformen verstärkt, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen ein vorrangiger Sektor sind. Sie pflegen auch den Dialog mit Internet-Suchmaschinen, da diese Plattformen in der Regel unter den ersten Ergebnissen erscheinen.
Escalante Ruiz rief die Bevölkerung dazu auf, Käufe auf Sekundärmärkten zu vermeiden. „Wir appellieren dringend an alle, keine Tickets auf diesen Plattformen zu kaufen. Da es sich um Sekundärmärkte handelt, bieten sie den Leuten, die Tickets für öffentliche Shows kaufen, oft keine Garantien“, warnte er.
Profeco erinnerte daran, dass seit Februar letzten Jahres Richtlinien zur Regulierung von Information und Werbung beim Ticketverkauf gelten. Als Hintergrund erwähnte er die Überwachung während des Finales Pumas-Cruz Azul mit Bewertungen durch simulierte Benutzer, 10 Beschwerde-E-Mails und einem Anruf auf dem Telefon des Verbrauchers.




