Prinz Royce: der „Ewige“, der entdeckte, dass er singen kann (seiner Meinung nach)
Wenn Sie dachten, dass Prince Royce Sie nur dazu bringen könnte, romantisches Bachata zu tanzen, mit Texten, die mehr verletzen als eine gesehene, aber nicht beantwortete Botschaft, dann machen Sie sich auf die Wendung in der Handlung gefasst: Der New Yorker hat gerade sein achtes Album veröffentlicht, „Eterno“, auf dem er Songs von den Beatles, Elvis und Stevie Wonder spielt, als wären es seine eigenen. Spoiler: Es klingt nicht wie betrunkenes Karaoke um 3 Uhr morgens.
Zwischen Lachen und einem Ego, das heller strahlt als der Valencia-Filter, gestand Royce: „Ich habe gelernt, dass ich singen kann.“ Ja, Leute, nach 15 Jahren in der Branche hat der Typ es einfach gemerkt. Der Beweis? Seine Versionen von Klassikern, die seiner Meinung nach „gut klingen“. Demutsgrad: Null.
Wenn Elvis und Bachata kollidieren (und es ist kein Unfall)
Das Lied, das ihn fast zum Psychologen geschickt hätte, war „Can’t Help Falling in Love“ von Elvis. „Das Original war langsam und die Bachata ist im Doppeltakt“, erklärte er, als ob das Mischen einer 60er-Jahre-Hymne mit einem karibischen Rhythmus so einfach wäre wie die Bestellung eines Uber Eats. Aber am Ende ließ er Presley so klingen, als wäre er in der Dominikanischen Republik geboren.
Das Ziel von Royce ist klar: Zoomer sollen diese Juwelen entdecken, ohne sich durch die langweiligen Playlists ihrer Eltern quälen zu müssen. Denn seien wir ehrlich: Welcher Millennial war nicht begeistert, „Yesterday“ von den Beatles in einem Film oder „I Want It That Way“ in einem Backstreet Boys-Meme zu hören? Pure Nostalgie, aber mit besserer Produktion.
Von Grand Theft Auto bis ins Studio: Royces musikalische Ausbildung
Hier kommt das Beste: Der Künstler verriet, dass seine Liebe zu den Klassikern ihren Ursprung hat … in Videospielen! „In ‚GTA: Vice City‘ gab es ein klassisches Radio“, gestand er und zeigte damit, dass seine Kindheit ebenso süchtig machte wie der Mehrspielermodus. Und als ob das noch nicht genug wäre, hat “Go Your Own Way” von Fleetwood Mac es auf Guitar Hero entdeckt. Wer hat gesagt, dass Spiele nicht lehrreich sind?
Im Studio hat Royce gezaubert: Mischte Originalgesang mit Bachata-Arrangements, spielte mit Spanglish (50 % Englisch, 50 % Spanisch, 100 % Sprachchaos) und vereinfachte die Texte, sodass sogar deine Tante sie beim Karaoke singen konnte. „Ich habe versucht, sie an die heutige Zeit anzupassen“, sagte er, das heißt, er machte sie Instagram-freundlich.
Mit 25 Billboard Latin Awards und 21 Premios Juventud (ja, wir zählen sie) ist Royce bereits eine Legende. Doch nun will er noch mehr: dass seine Musik die Trend-Apokalypse überlebt. Wird er es schaffen? Nur die Zeit wird es zeigen. In der Zwischenzeit werden wir weiter tanzen, als ob niemand zuschauen würde.
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