Ein Erlass mit dem Beigeschmack von… Steuer?
In einer Wendung, mit der niemand (naja, vielleicht jeder) gerechnet hat, hat die Regierung von Präsident Gustavo Petro beschlossen, dass es so altmodisch ist, den Kongress um Erlaubnis zu bitten, mehr Steuern zu erheben, wie ein Fax. Mit der Eleganz eines Zauberers, der ein Kaninchen aus dem Hut zaubert, hat er den wirtschaftlichen Notstand ausgerufen. Die Gnade? Es ermöglicht der Exekutive, Abgaben und Gebühren zu erheben, ohne dass die lästige Zustimmung des Gesetzgebers erforderlich ist. Alles dient dem Land, der Gesundheit, der Armee und, oh ja, dem kleinen Detail der Begleichung der Staatsschulden. Die Maßnahme, deren Gültigkeit 30 Tage kürzer ist als ein Familienbudget, kommt, nachdem die ehrenwerten Gesetzgeber „Nein“ zu einer Steuerreform gesagt haben, die bescheidene 4 Milliarden Dollar in die Staatskasse gespült hätte. Was für ein Detail.
Ausgabenprioritäten: Drohnen, Gesundheit und… Rum?
Das Dekret, ein Juwel kreativer Mehrdeutigkeit, ermächtigt die Regierung, „notwendige Maßnahmen“ zu ergreifen, um die Finanzkrise abzuwenden. Zu den nationalen Notfällen gehören Stromsubventionen, die Zahlung von Krankenversicherungen und die Bereitstellung von rund 700 Millionen US-Dollar für eine Verteidigungsinfrastruktur gegen Drohnen. Denn auf der Prioritätenliste eines jeden Kolumbianers steht neben dem täglichen Brot natürlich auch ein selbstgemachter Flugabwehrschild. Unterdessen konnten die Wirtschaftsverbände ihre Aufregung nicht zügeln. Bruce Mac Master, Präsident der National Association of Industrialists, nannte das Dekret mit der Subtilität eines Hammers einen „eklatanten Fall von Rechtsmissbrauch.“ Andere murren über einen Hauch von autoritär, um der Aufsicht der Legislative über die öffentlichen Finanzen zu entgehen. Aber keine Sorge, es ist wahrscheinlich nur eine Wahrnehmung.
Und jetzt stellt sich die Frage, die wir uns alle stellen: Was wird uns mehr kosten? Obwohl die Regierung ihre Karten offen hält, sprechen Gerüchte in den Fluren (und in den Bars) von möglichen Hommagenen an das Vermögen von Unternehmen und Bürgern sowie einer schönen Erhöhung der Steuern auf Spirituosen wie Rum und Wein. Perfekt. Es gibt nichts Schöneres, als Steuerstrafen mit einem Getränk zu übertönen, das nun ironischerweise noch mehr Strafen kostet. Die Exekutive verspricht, das Geheimnis in den kommenden Tagen mit einem neuen Erlass zu lüften. Also machen Sie sich bereit, liebe Steuerzahler. Die Spendenaktion hat offenbar gerade erst begonnen, ohne den Kongress einzuladen. Ist das nicht romantisch?
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