Pedro Armendáriz prägte eine Ära. Mit seinen olivgrünen Augen und seinem dicken Schnurrbart wurde er zu einem der symbolträchtigsten Gesichter des Goldenen Zeitalters des mexikanischen Kinos. Doch sein von Erfolg geprägtes Leben nahm ein tragisches und stilles Ende.
Der Mann hinter dem Mythos
Bevor er Schauspieler wurde, schloss Armendáriz sein Studium als Luftfahrtingenieur in Kalifornien ab. Er arbeitete als Reiseführer im Regis Hotel in Alameda Central. Dann kam das Kino. Er arbeitete mit Emilio „El Indio“ Fernández in Filmen wie Flor Silvestre, María Candelaria und La perla. In Hollywood teilte er sich ein Set mit John Ford und John Wayne. Er spielte in mehr als 120 Filmen mit.
1958 wurde bei ihm Krebs diagnostiziert. Es wird vermutet, dass die Krankheit mit seiner Exposition gegenüber Atommüll während der Dreharbeiten zu „The Conqueror“ (1956) zusammenhängen könnte. Trotz der Behandlungen stellten ihm die Ärzte 1963 eine Prognose: Er hätte weniger als ein Jahr zu leben.
Ein Abschied ohne Worte
Armendáriz reiste nach Mexiko, um seine beiden Kinder Pedro und Carmen zu sehen, die aus seiner Ehe mit Carmelita Bohr hervorgegangen waren. Er sagte nichts Deutliches zu ihnen, aber sein Blick sagte alles. Sein Sohn Pedro Armendáriz Jr. erinnerte sich in der Sendung Historias Engarzadas:
„Als er spürte, dass die Dinge kompliziert waren, kam er nach Mexiko, um sich implizit mit seinen Augen von uns zu verabschieden, und das war’s. Er ging.“
Der Schauspieler respektierte die Entscheidung seines Vaters. „Es war ein harter Schlag, aber jeder macht sein Leben zum Drachen“, erklärte er.
Die letzten Momente
Armendáriz wurde in ein Krankenhaus in Los Angeles eingeliefert und versteckte eine Pistole. Als seine Frau am 18. Juni 1963 um 11:30 Uhr morgens zum Mittagessen ausging, beschloss er, ihr Leben mit einem Schuss zu beenden. Er war 51 Jahre alt.
Zwei Tage später trafen seine sterblichen Überreste in Mexiko-Stadt ein. Hunderte Fans warteten auf ihn und waren ungläubig über den Verlust des großen Frauenschwarms des nationalen Kinos.




