Die Forderungen der Zivilgesellschaft
Zwei Tage vor der Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft 2026 forderten mehr als 100 Organisationen und Netzwerke aus Mexiko und den USA, dass sich die Regierung von Claudia Sheinbaum dringenden Problemen annimmt. Sie wiesen darauf hin, dass die für die Veranstaltung angekündigten 2 Milliarden Pesos an Infrastruktur und 100.000 Sicherheitselementen im Widerspruch zu den Bedürfnissen von mehr als 133.000 Vermissten stehen.
Aktivisten von Greenpeace Mexiko legten in der Estela de Luz eine 21 Meter lange Decke mit der Botschaft aus:
„Das steht auch auf dem Spiel. Die Welt schaut zu“
Gruppen wie Amnesty International, CEMDA und Global Exchange stellten die Verteilung öffentlicher Mittel in Frage. Zu ihren Forderungen zählen die Krise des Verschwindenlassens, der Schutz suchender Frauen und die Situation von 190.000 deportierten Mexikanern und 13.000 Migranten, die zwischen 2025 und März 2026 nach Mexiko zurückgekehrt sind.
Menschenrechte und Umwelt
Die Organisationen warnten auch vor der bevorstehenden Überprüfung des T-MEC, bei dem Arbeits- und Umweltrechte Vorrang vor Unternehmensinteressen haben müssen. Sie verurteilten die Zwangsumsiedlung von mehr als 2.000 Menschen in Chilapa, Guerrero und die Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidigern.
Auf Umweltebene berichteten sie, dass im Jahr 2025 zehn Umweltschützer ihr Leben verloren und 314 Angriffe gegen Aktivisten verübt wurden. Sie fordern, dass der Schutz des Maya-Waldes und der Meeresökosysteme Vorrang vor Bergbauprojekten hat.
Die Gruppen forderten Sheinbaum auf, einen Dialog mit der Zivilgesellschaft aufzunehmen und konkrete Verpflichtungen einzugehen. Sie warnten, dass sich die internationale Aufmerksamkeit nicht nur auf den Sport beschränken werde, sondern sich auch mit der Reaktion der Regierung auf diese Krisen befassen werde. Sie kündigten weitere Aktionen während der Weltmeisterschaft an.




