Internationales Engagement und Kritik
Das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte (UN-DH) in Mexiko bestätigte seine Verpflichtung, die Familien und Opfer des Ayotzinapa-Falls weiterhin bei der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit zu begleiten.
In einer offiziellen Erklärung gab die Organisation bekannt, dass sie ihren aktiven Beitrag zu den bundesstaatlichen Ermittlungen zum gewaltsamen Verschwindenlassen der 43 Schüler der ländlichen Normalschule „Raúl Isidro Burgos“ im September 2014 in Iguala, Guerrero, fortsetzen wird.
Die UN-DH würdigte die Beiträge der internationalen technischen Hilfe und die Arbeit ziviler Organisationen, die den Eltern der Normalisten seit Beginn des Gerichtsverfahrens rechtliche und menschliche Beratung geboten haben.
Parallel dazu äußerte Amnesty International (AI) seine tiefe Besorgnis über die Maßnahmen der Nationalen Menschenrechtskommission (CNDH) nach der Veröffentlichung der Empfehlung 208VG/2026.
Die Organisation warf vor, dass dieses Dokument das offizielle Handeln des Staates unterstütze, anstatt eine objektive Untersuchung schwerer Menschenrechtsverletzungen durchzuführen. Darüber hinaus war er der Ansicht, dass dadurch die Arbeit der Interdisziplinären Gruppe unabhängiger Experten (GIEI) delegitimiert werde.
AI beschrieb es als alarmierend, dass die CNDH die Verantwortung gegenüber dem Sekretariat für Nationale Verteidigung (Sedena) ablehnt und einen Mangel an Beweisen dagegen geltend macht. Die Organisation erinnerte daran, dass mindestens 17 militärische Elemente mit Strafverfahren wegen ihres wahrscheinlichen Zusammenhangs mit dem Verschwinden der jungen Menschen in Verbindung stehen, und stellte fest, dass die Streitkräfte Transparenzhindernisse verhängt und die Herausgabe wichtiger Informationen über die Ereignisse in Iguala verweigert haben.




