Zwei Tage vor dem ersten Spiel der Fußballweltmeisterschaft 2026 in Monterrey demonstrierten suchende Mütter und Vermisstengruppen rund um das Monterrey-Stadion. Ihr Ziel: Gerechtigkeit fordern und die Fälle sichtbar machen, die in Nuevo León und anderen Teilen des Landes noch ungelöst sind.
Token mit Gesichtern auf Fußgängerbrücke
Mitglieder der United Forces for Our Disappeared in Nuevo León (FUNDENL) und anderer Gruppen platzierten rund 150 Karten mit Fotos von vermissten Personen und Opfern von Frauenmorden auf einer Fußgängerbrücke über die Pablo Livas Avenue, direkt vor dem WM-Gebäude.
Die Gruppen nutzten die nationale und internationale Aufmerksamkeit des Turniers, um die Daten der nicht ausfindig gemachten Personen zu verbreiten. Einige Bilder wurden digital bearbeitet, um die Opfer im Trikot der mexikanischen Nationalmannschaft zu zeigen, als Botschaft im Fußballkontext.
Familien aus verschiedenen Gemeinden
Familien aus verschiedenen Gemeinden der Metropolregion und anderen Regionen von Nuevo León nahmen an der Protestaktion teil. Es nahmen auch Mitglieder des Kollektivs „Lost Treasures Nuevo León“ teil, die darauf hinwiesen, wie wichtig es sei, dass ausländische Besucher sich dieser Problematik bewusst seien.
Unter den Anwesenden war Leticia Hidalgo, die Mutter von Roy Rivera Hidalgo, der 2011 verschwand. Sie stellte die Reaktion der für die Untersuchung dieser Fälle zuständigen Behörden in Frage.
Die Gruppen bekräftigten, dass sie weiterhin wirkungsvolle öffentliche Räume nutzen werden, um Fortschritt zu fordern und ihre Forderungen nach Gerechtigkeit aufrechtzuerhalten.




