Eine Nacht voller Glamour, Enttäuschungen und ein Musical, das (im wahrsten Sinne des Wortes) alles gewann
Ah, die Tony Awards, diese Zeremonie, bei der sich das Theater schick macht, um uns daran zu erinnern, dass das Leben tatsächlich nicht fair ist. Mexiko kam mit Hoffnungen an und ging mit leeren Händen, weil Joy Huerta, unsere geliebte Vertreterin, vor den Türen der Radio City Music Hall stand, als wäre es ein Coldplay-Konzert ohne Tickets. Nominiert für Real Women Have Curves, aber der Preis ging an Maybe Happy Ending (Ironie? Nein, nur Broadway).
Als ob das nicht genug wäre, wurde Justina Machado auch in der Kategorie Beste Nebendarstellerin ignoriert, weil die Wähler offenbar entschieden haben, dass „echte Frauen“ keine Statuetten brauchen. Danke, Tony-Wähler! Natürlich gewann das koreanisch-amerikanische Musical Maybe Happy Endingsechs Auszeichnungen, darunter Bestes Musical, denn was wäre eine Zeremonie ohne einen Favoriten, der wie ein Kind in einer Piñata alles monopolisiert?
George Clooney, der Gast, den niemand ausgezeichnet hat (aber alle erwähnt haben)
Die Moderatorin Cynthia Erivo hörte nicht auf, George Clooney zu erwähnen, als hätte der Schauspieler für unterschwellige Werbung bezahlt. Aber überraschenderweise wurde der Oscar nicht zu einem Tony, und der Preis als bester Hauptdarsteller ging an Cole Escola für Oh, Mary! (ein Titel, der ironischerweise Clooneys Reaktion auf die Niederlage sein könnte).
Unter Tränen und Reden, die mehr lächelten als ein Drehbuch für eine Seifenoper, erklärte Nicole Scherzinger, dass ihre Auszeichnung als Beste Hauptdarstellerin beweise, dass „die Liebe immer triumphiert“. Natürlich, Nicole, denn am Broadway sind Liebe und ein guter Agent genauso wichtig.
Die Liste der Gewinner: oder wie man Preise verteilt, als wären es Gratisproben
Für Liebhaber von Spoilern (und irrelevanten Daten) finden Sie hier die vollständige Liste der Gewinner, bei der Maybe Happy End häufiger vorkommt als der Name eines Influencers in ihren eigenen Netzwerken:
- Beste Arbeit:Zweck (denn nichts sagt mehr „Kunst“ aus als ein allgemeiner Titel).
- Bestes Musical:Maybe Happy End (oder „Vielleicht überbewertet“, laut Kritikern).
- Beste musikalische Wiederaufnahme:Sunset Boulevard (weil Broadway Recycling liebt).
- Bester Hauptdarsteller:Cole Escola (der wahrscheinlich immer noch nicht glaubt, dass er gewonnen hat).
- Beste Originalmusik: Will Aronson und Hue Park (die gleichen wie zuvor, wegen der Originalität? Hervorragend!).
Und so endete der Abend mit mehr verteilten Statuetten als Selfies auf dem roten Teppich. Moral? Am Broadway können Sie Mexikaner, berühmt oder sogar George Clooney sein, aber am Ende wird nur einem koreanisch-amerikanischen Musical die volle Ehre zuteil. Bis zum nächsten Kinodrama!
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