Therianer in den 60ern? Die Beatles haben es bereits als Erste getan
Es stellt sich heraus, dass der neueste virale Trend zur Tieridentifizierung einen illustren Vorfahren hat. Und nein, die Rede ist nicht vom Guarumo-Hund. Wir gehen zurück ins Jahr 1967, als John Lennon, der es satt hatte, jede Silbe analysieren zu lassen, beschloss, ein Lied zu schreiben, das keinen Sinn ergab.
Das Ergebnis war “I Am The Walrus”. Und für den Film Magical Mystery Tour erschien das Liverpooler Quartett … als Tiere verkleidet. Lennon war natürlich das Walross. Paul McCartney ein Nilpferd. Ein Bild, das heute angesichts des therianischen-Phänomens prophetisch wirkt.
„Der Versuch, diejenigen in die Irre zu führen, die beharrlich versuchten, die Bedeutung ihrer Lieder zu entschlüsseln“
Während heute junge Leute Masken tragen und Fuchs- oder Katzenbewegungen in Netzen übernehmen, hat der kollektive Witz bereits seine lokalen Pioniere gefunden. Vom großen bösen Wolf von Manuel „Loco“ Valdés bis zur Maus Lester von Beackman.
Aber hier gibt es noch etwas anderes. Lennons Geste war eine Verhöhnung der Besessenheit, in allem nach tiefer Bedeutung zu suchen. Heute strebt die therianische Kultur genau das Gegenteil an: einen Identitätsausdruck ohne Analyse.
Die Geschichte wiederholt sich, aber in einem anderen Outfit. Um aktuelle Trends zu verstehen, muss man manchmal nur das Band zurückspulen. Oder in diesem Fall Vinyl.




