Das Versprechen, das nicht aufgibt
Die Wunde des Ausscheidens gegen Atlético ist noch frisch, aber Lamine Yamal blickt bereits nach vorne. Mit der Champion-Mentalität, die ihn auszeichnet, hat der junge 18-jährige Star öffentlich sein größtes Engagement erneuert: die Champions League zurück nach Barcelona zu holen.
„Wir sind Barça und wir werden dorthin zurückkehren, wo wir sein sollten. Meine Eltern haben mir beigebracht, dass das Wort eines Mannes immer wahr wird … und wir werden es nach Barcelona bringen“, schrieb er auf Instagram.
Seine Worte kamen nur einen Tag nach dem Ausscheiden des Teams im Viertelfinale. Das 2:1 am Dienstag reichte nicht, um das 2:0 im Hinspiel zu überwinden. Es war ein harter Schlag, aber Lamine sieht darin einen Teil des Prozesses.
Aus jedem Herbst lernen
„Wir haben alles gegeben, aber es hat nicht gereicht. Das ist nur ein Teil des Weges: Um an die Spitze zu gelangen, muss man klettern“, reflektierte der Stürmer. „Jeder Fehler ist eine Lektion, und zweifle nicht daran, dass wir aus jedem einzelnen lernen werden.“
Es ist nicht das erste Mal, dass er so spricht. Auch er schwor nach dem Ausscheiden gegen Inter im Jahr 2025, sein Versprechen zu halten. Und sein Instagram-Profil sagt alles: Er verwendet weiterhin das Foto von LeBron James, der nach einem 1:3-Rückstand die NBA-Trophäe in die Höhe stemmt. Ein klares Symbol dafür, dass er an unmögliche Comebacks glaubt.
Im Büro des Präsidenten sieht es derweil anders aus. Joan Laporta hat sich nicht auf die Zunge gebissen, als er das Schiedsrichterverhalten als „beschämend“ und „unerträglich“ bezeichnete. Der Verein plant, eine neue formelle Beschwerde bei der UEFA einzureichen.
„Glückwunsch an Atlético zum Halbfinale, aber das hält uns nicht davon ab, die Schiedsrichterarbeit anzuprangern“, erklärte Laporta. „Was sie uns angetan haben, ist unerträglich.“
Er verwies auf zwei umstrittene Platzverweise – die von Pau Cubarsí und Eric García – und auf eine mögliche Strafe, die im Hinspiel nicht verhängt wurde. Auch Raphinha schloss sich der Kritik an und erklärte, dass das Team „ausgeraubt“ worden sei, was ihn eine Sanktion kosten könnte.
Doch während die Beschwerden laut werden, behält Lamine die Liga im Auge. Da nächste Woche ein Vorsprung von neun Punkten vor Madrid und Celta in Sicht ist, ist die Saison noch lange nicht vorbei. Sein Eid gilt noch immer, und wie er selbst sagt: Kapitulation ist keine Option.




