Ein teurer Fehler und ein Geistertor
Das Spiel wurde in zwei Schlüsselmomenten entschieden. Zunächst mit einem meisterhaften Schuss von Jürgen Ekkelenkamp zu Beginn der zweiten Halbzeit. Der Niederländer schlug einen rechten Ball, streifte die Absperrung und landete unaufhaltsam neben dem Pfosten, so dass Mile Svilar keine andere Wahl hatte.
„Der Ball streifte die Oberkante der Absperrung und verrenkte den Torwart“, beschrieb er den entscheidenden Spielzug.
Die Roma, die ihren Rhythmus noch nicht ganz gefunden hatten, drängten in den Schlussminuten und hofften zumindest auf ein Unentschieden. Und es schien, als würde er es schaffen. Im letzten Atemzug schoss Bryan Cristante nach einem Chaos im kleinen Bereich den Ball ins Netz. Im Stadion tobte es, aber die Freude hielt Sekunden an.
Die Technologie kam ins Spiel. Die Wiederholung zeigte eine um einen Millimeter vorgeschobene Position und der Schiedsrichter annullierte nach Rücksprache mit dem VAR das Tor. Phantomtor. Punkt verloren.
Harte Lektion für die Römer
Diese Niederlage schmerzt umso mehr, weil sie so zustande kam. Dafür, dass man vorher nicht richtig gelegen hat und dass man gesehen hat, wie ein Punkt im letzten Moment um Zentimeter verschwindet. Es sind diese Details, die den Unterschied ausmachen, ob man für etwas Großes kämpft oder sich niederlässt.
Udinese hingegen zeigte strafende Wirksamkeit. Bei einer klaren Chance verwandelte er es. Und dann ertrug er es bis zum Schlusspfiff mit Ordnung und Leid, einschließlich der letzten Peitsche des VAR zu seinen Gunsten.
Für Roma ist es ein schwerer emotionaler Schlag. Eine solche Heimniederlage schwächt den Schwung. Es zeigt, dass es in diesem Sport manchmal nicht ausreicht, bis zum Ende zu kämpfen. Man muss von der ersten Minute an konzentriert und bis zur letzten tadellos sein, denn ein einziger Fehler oder ein Zentimeter kann einen alles kosten.
Jetzt heißt es schnell den Kopf heben. Es gibt keine Zeit zum Bedauern.




