Die mächtigste Liga steht vor einer bundesstaatlichen Untersuchung
Das Justizministerium überprüft die Praktiken der NFL. Der Fokus liegt darauf, wie die Liga mit den Übertragungsrechten umgeht und ob sich das auf die Bezahlung der Fans auswirkt.
Ein Regierungsbeamter, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber Associated Press, dass die Untersuchung darauf abzielt, „faire Bedingungen für Lieferanten“ und erschwingliche Preise für Verbraucher sicherzustellen.
Warum jetzt?
Dies geschieht, wenn das Ansehen von Sportereignissen zu einem teuren Rätsel geworden ist. Zwischen Kabel-, Streaming- und Premium-Plattformen kann es ein Vermögen kosten, Ihrem Lieblingsteam zu folgen.
Die NFL verteidigt ihr Modell. In einer Erklärung versicherte er, dass mehr als 87 % seiner Spiele im öffentlichen Fernsehen stattfinden. Aber hier ist die Sache: Dieser Prozentsatz umfasst hauptsächlich lokale Spiele.
„Die Medienverteilung der NFL ist das fanfreundlichste Modell“, sagte die Liga.
Aber nicht alle sind überzeugt. Senator Mike Lee hatte bereits darum gebeten, zu prüfen, ob sich die NFL weiterhin an ein Sondergesetz hält, das ihr seit 1961 einen gewissen Kartellschutz gewährt.
Sein Argument ist klar: Dieses Gesetz wurde für das kostenlose öffentliche Fernsehen erlassen, nicht für die aktuelle Welt der Mehrfachabonnements.
„Anstelle einer kleinen Anzahl von Netzwerken … lizenziert die NFL jetzt gleichzeitig Abonnement-Streaming-Plattformen, Premium-Kabelnetzwerke und Technologieunternehmen“, schrieb Lee.
Die Zahlen sprechen: Laut Forbes kostete das Anschauen aller Spiele per Streaming in der vergangenen Saison rund 765 US-Dollar. Und einige Fans geben für alle ihre Abonnements fast 1.000 US-Dollar aus.
Der rechtliche Kontext ist entscheidend. Die NFL sah sich letztes Jahr bereits einer monumentalen Sammelklage wegen ihres „Sunday Ticket“-Pakets gegenüber. Eine Jury hatte sie zur Zahlung von Milliarden verurteilt, ein Richter hob das Urteil jedoch später aufgrund technischer Probleme bei der Aussage auf.
Es steht enorm viel auf dem Spiel. Allein an Fernsehrechten erwirtschaftet die Liga jährlich fast 11 Milliarden. Und mit der bevorstehenden Neuverhandlung nach dem Verkauf von Paramount könnte diese Zahl noch weiter steigen.
Mittlerweile werden auch andere Profiligen beobachtet. Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses hat die NBA, NHL und MLB bereits um Informationen darüber gebeten, ob sie ihre kartellrechtlichen Ausnahmen beibehalten sollten.
Letztendlich geht es hier um mehr als Geld. Es geht um den Zugang. Ob der beliebteste Sport des Landes für alle seine Anhänger zugänglich bleibt oder zum Luxus hinter zahlreichen Paywalls wird.




