Die Gerechtigkeit stellt eine Uhr für die Umweltverschmutzung ein
Ein Bundesrichter hat gerade den Tisch zugeschlagen. Ulises Rivera González vom Gericht des vierten Bezirks gewährte eine vorläufige Aussetzung, die die Behörden aufgrund der Kohlenwasserstoffkatastrophe an den Küsten von Veracruz und Tabasco zum sofortigen Handeln zwingt.
Der Auftrag richtet sich an das Bundesamt für Umweltschutz (Profepa) und andere Behörden. Die Botschaft ist klar: Setzen Sie alle Ihre Kräfte ein, um das anzugehen, einzudämmen und zu beheben, was Sie als „irreparablen Schaden für die Umwelt“ einstufen.
Der Richter forderte die zuständigen Behörden auf, falls sie dies nicht getan haben, alles Notwendige zu tun, um die ordnungsgemäße Endlagerung von Kohlenwasserstoffabfällen zu gewährleisten.
Übersetzung: Wenn sie nicht getan haben, was sie sollten, müssen sie jetzt anfangen. Auch wenn das bedeutet, spezialisierte Privatunternehmen zu beauftragen. Profepa muss außerdem von Amts wegen das im Bundesumweltverantwortungsgesetz vorgesehene Gerichtsverfahren einleiten.
Eine Frist, die keine Ausreden zulässt
Hier kommt das Interessante. Der Richter stellte einen Timer ein: 48 Stunden. Zu diesem Zeitpunkt müssen die Behörden einen detaillierten Bericht darüber vorlegen, was sie tun, um dieser Vorsichtsmaßnahme nachzukommen.
Der Grund? Der Richter war der Ansicht, dass ein „berechtigtes Interesse“ nicht nur des Beschwerdeführers – Juan Carlos Atzin Calderón, einem Einwohner von Veracruz –, sondern jeder anderen Person besteht. Denn wenn das Meer und die Küste verschmutzt sind, betrifft das uns alle.
Umweltverschmutzung kann sich auf die Gesundheit und das Wohlbefinden jedes Menschen auswirken.
Und er verwarf das einfache Argument: Er sagte, dass diese Aussetzung weder die „öffentliche Ordnung“ noch das „soziale Interesse“ beeinträchtige. Es gebe keine Daten, die belegen würden, dass der Schutz der Umwelt der Gemeinschaft schadet.
Am Freitag, 10. April, wird entschieden, ob diese vorläufige Aussetzung endgültig wird. Inzwischen tickt die Uhr. Wir werden in zwei Tagen sehen, ob die offiziellen Versprechen in die Tat umgesetzt werden oder auf dem Papier bleiben.




