Die Warnung des Ayatollah
Irans oberster Führer Ali Khamenei richtete am Sonntag eine direkte Warnung an Washington. Angesichts der zunehmenden Spannungen erklärte er, dass jede US-Militäraktion einen „Regionalkrieg“ im Nahen Osten auslösen würde.
„Wenn sie einen Krieg beginnen, wird es dieses Mal ein regionaler Krieg sein“, erklärte Khamenei während der Gedenkfeierlichkeiten zur Islamischen Revolution 1979.
Kontext und militärischer Einsatz
Die Worte des 86-jährigen Ayatollah kommen, während der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und seine Kampfgruppe im Arabischen Meer patrouillieren. Donald Trump hält an der Drohung mit einem möglichen Militäreinsatz nach der Unterdrückung der Proteste im Iran fest, betont jedoch, dass Teheran „verhandeln will“.
Khamenei versicherte, dass Iran nicht beabsichtige, einen Konflikt anzuzetteln, sondern auf jede Aggression hart reagieren werde. Er warf den Vereinigten Staaten vor, die Energie- und Bodenschätze des Landes zu begehren.
Die interne Iran-Krise
Unterdessen bleibt die Lage im Iran angespannt. Khamenei verschärfte seine Haltung angesichts der Proteste, die Ende Dezember wegen des Zusammenbruchs der Währung begannen und zu einer direkten Herausforderung seiner Führung führten.
Der Ayatollah nannte die Demonstrationen einen „Putschversuch“ und unterstützte die Repression. Menschenrechtsorganisationen melden Zehntausende Inhaftierte und Tausende Todesfälle, Zahlen, die die iranische Regierung bestreitet oder herunterspielt.
Als rote Linien hat Trump die Massenhinrichtung von Häftlingen oder die Ermordung friedlicher Demonstranten festgelegt. Er hat jedoch nicht klargestellt, ob er zur Anwendung von Gewalt greifen wird.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet mit Sorge, wie die Spannungen weiter zunehmen. Jede Aussage, jede militärische Aktion bringt die Region einem kritischen Punkt näher, an dem Worte in Taten umgesetzt werden können.




