Der Mexikaner, der das Radfahren rosa lackiert hat (und nicht mit einem Spray)
Es scheint, dass Isaac del Toro entschieden hat, dass es nicht genug war, der erste Mexikaner zu sein, der den Giro d’Italia anführte, und so holte er sich auch den zweiten Platz und das weiße Trikot der U-23-Kategorie. Bescheidenheit? Nein danke. Der 21-Jährige kam nicht, um mitzumachen, er kam, um das Podium zu schmücken, als wäre es sein Wohnzimmer: sechsmal, um genau zu sein. Ein Sieg, vier zweite Plätze und ein dritter. Braucht sonst noch jemand einen Dosenöffner für so viel Erfolg?
Von „Wer ist das?“ um „mein Hemd zu signieren!“ in Rekordzeit
Europäische Fans, die es gewohnt sind, Radfahrer mit (für sie) unaussprechlichen Namen zu sehen, rufen jetzt „Del Toro!“ als wäre es der Schrei eines Stierkampfes. Kein Wunder: Der junge Mann hatte bereits bei der Tour de l’Avenir (sagen wir mal die „Tour de France für Minderjährige“) eine Kostprobe seines Talents abgegeben und dabei deutlich gemacht, dass er kein einfacher Passagier im Peloton war. Er erregte so viel Aufmerksamkeit, dass UAE Emirates ihn verpflichtete und damit eine zwei Jahrzehnte währende Durststrecke ohne Mexikaner in Spitzenteams durchbrach. Was haben die anderen falsch gemacht? Wer weiß, aber sie werden sich bestimmt in die Fäuste beißen.
Um es ins rechte Licht zu rücken: Raúl Alcalá war 1989 der erste Trikolore, der eine Etappe der Tour gewann, und Julio Alberto Pérez Cuapio schaffte das Gleiche beim Giro 2001. Doch Del Toro gewann nicht nur eine Etappe, er hängte auch das rosa Trikot auf, als wäre es ein Modeaccessoire. Nächster Schritt? Vielleicht den Arc de Triomphe erobern… oder zumindest das Podium in Paris.
Was kommt als nächstes? Wahrscheinlich eine Statue in seiner Heimatstadt, eine Reihe von Sportrosen oder, wer weiß, sogar eine Seifenoper: „Isaak, der Stier, der ins Herz Italiens radelte.“ Mittlerweile googeln Konkurrenten bereits, „wie man einen Mexikaner auf dem Fahrrad anhält.“
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