Die Warnung ist erfüllt
Teheran hatte es gesagt: Jeder Angriff würde israelische und US-Stützpunkte in der Region zu Zielen machen. An diesem Samstag hat er sein Wort gehalten.
Der Iran hat in mindestens vier Ländern Bombenanschläge auf mit Washington verbundene Einrichtungen verübt: Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait. Auch aus dem irakischen Kurdistan werden Angriffe gemeldet.
Laut der iranischen Nachrichtenagentur Farsi umfasst die Reaktion die Basis Al Ubeid in Katar, Al Salem in Kuwait, Al Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die fünfte Flottenanlage in Bahrain.
Auf den Bildern sind Rauchsäulen zu sehen. Im Fernsehen wurden die Moderatoren von Al Jazeera während der Live-Übertragung von Alarmtönen überrascht.
Sofortige Reaktion und geschlossener Luftraum
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Mehrere Golfregierungen gaben das erfolgreiche Abfangen von Raketen bekannt. Andere, wie Jordan, bestätigten, Projektile abgeschossen zu haben.
Aber die bedeutendste Bewegung war eine andere: die Schließung des Luftraums. Länder wie Saudi-Arabien, der Irak und die Ziele selbst ordneten die Aussetzung von Flügen an.
Fluggesellschaften wie Air India und Turkish Airlines stellten den Betrieb ein. Qatar Airways legte den gesamten Verkehr lahm.
Bahrains Behörden bezeichneten die Angriffe als „heimtückisch“. Saudi-Arabien verurteilte die Aktion „auf das Schärfste“ und warnte vor „harten Konsequenzen“.
Das ist nicht neu. Bereits im vergangenen Juni griff der Iran den Stützpunkt Al Ubeid an, ohne größere Folgen. Der Unterschied liegt nun im Umfang und in der koordinierten Reaktion.
Die seit Monaten erklingenden Kriegstrommeln haben ihren Rhythmus gefunden. Teheran warnte, dass es US-Ressourcen in jedem Land im Nahen Osten angreifen werde. Heute hat er es geschafft.
Die Frage, die wie der Rauch über Jufair hängen bleibt, ist, was als nächstes kommt.




