Familiengewalt und Fußballweltmeisterschaft 2026
Bei großen Sportveranstaltungen kommt es häufig zu einer Zunahme von Notrufen wegen häuslicher Gewalt. Während der Fußballweltmeisterschaft kann dieser Anstieg laut Berichten von Fachorganisationen bis zu 30 % betragen.
Das National Shelter Network (RNR) und UN Women warnten vor den Auswirkungen dieser Angriffe, zu denen Belästigung, sexueller Missbrauch und Ausbeutung von Frauen und Mädchen gehören. In Mexiko haben die Fälle häuslicher Gewalt zwischen März 2025 und März 2026 zugenommen. Die Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft 2026 – Mexiko-Stadt, Nuevo León und Jalisco – gehören zu denen mit der höchsten Inzidenz.
Der RNR hielt es für besorgniserregend, dass bei den Vorbereitungen für die Veranstaltung Infrastruktur und Tourismus Vorrang vor Präventions- und Schutzstrategien für Frauen und Minderjährige haben. Als Reaktion darauf startete sie die feministische und überparteiliche Kampagne „Gewalt gegen Frauen ist nicht Teil des Spiels.“
Ziel der Initiative ist es, das Problem sichtbar zu machen und konkrete Maßnahmen vor, während und nach dem Mega-Event einzufordern. Es koordiniert die Bemühungen mit Notunterkünften in den Vereinigten Staaten und Kanada, um Unterstützungswege zu verbreiten und Nulltoleranz gegenüber geschlechtsspezifischer Gewalt zu fördern.
Laut RNR ist die Zunahme der Notrufe während internationaler Wettbewerbe ein dokumentiertes Muster. Sie warnen, dass das Fehlen spezifischer Präventionsmaßnahmen die Situation verschlimmern kann, wenn nicht rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden.




