Marokkanische Rache am Horizont
Frankreich und Marokko treffen am Donnerstag im WM-Viertelfinale aufeinander. Das Duell erinnert an das Aufeinandertreffen in Katar im Jahr 2022, als Marokko als erstes afrikanisches Team im Halbfinale Geschichte schrieb. Dieses Mal gewann Frankreich mit 2:0.
Jetzt ist das afrikanische Team das einzige seines Kontinents, das in Nordamerika noch im Rennen ist. Les Bleus wollen ihre Bevorzugung bestätigen und zum dritten Mal in Folge das Halbfinale erreichen.
Didier Deschamps, der französische Trainer, erwartet ein komplexes Spiel. „Marokkos Profil ist nicht das von Paraguay. Sie sind eine hervorragende Mannschaft mit hochkarätigen Spielern. Sie sind nicht hier, um zu spielen, nur um zu spielen. Sie sind hier, um zu gewinnen“, erklärte er am Dienstag.
Olises Berufung, erfolglos
Die FIFA lehnte am Mittwoch die Berufung Frankreichs wegen der Gelben Karte ab, die Michael Olise gegen Paraguay erhalten hatte. Die Karte wurde in der 97. Minute aufgrund eines Kampfes mit Matías Galarza Fonda gezeigt. Wiederholungen zeigten, wie Olise das Trikot des Gegners hielt.
Deschamps bestätigte die Nachricht: „An Olises gelber Karte hat sich nichts geändert. Wir haben heute Morgen von der FIFA die Entscheidung erhalten, dass sie bestehen bleibt.“ Sollte Olise am Donnerstag erneut die Gelbe Karte erhalten, würde er ein mögliches Halbfinale verpassen.
Der Fall wurde mit der Intervention von US-Präsident Donald Trump vor Gianni Infantino verglichen, sodass Folarin Balogun nicht suspendiert wurde. Die FIFA hob die Sanktion auf, doch die USA verloren mit 1:4 gegen Belgien und schieden aus.
Mbappé, am Rande der Kontroverse
Deschamps ging auch auf die Beleidigungen der paraguayischen Senatorin Celeste Amarilla gegen Kylian Mbappé in den sozialen Netzwerken ein. Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Hassrede. „Kylian ist stark und nichts kann ihn beeinträchtigen. Er ist auf einem hohen Niveau“, sagte der Trainer.
Bezüglich des Schiedsrichterwesens – drei gelbe Karten für Frankreich und keine für Paraguay im Achtelfinale – war Deschamps vorsichtig: „Es liegt außerhalb unserer Kontrolle. Ich vertraue dem Schiedsrichterwesen. Unser Rivale ist Marokko, nicht der Schiedsrichter.“
Auf die Frage nach seiner Zukunft nach dem Turnier, da er die Nationalmannschaft nach 14 Jahren verlassen wird, antwortete er: „Darüber denke ich nicht nach. Ich konzentriere mich darauf, dass die marokkanische Mannschaft dieses Spiel gewinnt.“




