Die Generalstaatsanwaltschaft (FGR) hat den Fall von Roxana Ramírez übernommen, einer Journalistin, die seit Anfang Juni im Süden von Veracruz vermisst wird. Sicherheitsvideos zufolge wurde die Leiterin des Portals Pulso Informativo gewaltsam aus ihrem Haus in Nanchital vertrieben.
Die Staatsanwältin Lisbeth Aurelia Jiménez Aguirre bestätigte, dass die FGR ihre Anziehungskraft ausgeübt habe. Die Ermittlungsmappe wurde noch am selben Tag in Mexiko-Stadt zugestellt. Von nun an wird die Sonderstaatsanwaltschaft für Verbrechen gegen die Meinungsfreiheit (FEADLE) die Ermittlungen leiten.
„Früher die Anziehungskraft der FGR und heute wird dieser Ordner in Mexiko-Stadt an die Sonderstaatsanwaltschaft zur Aufklärung von Verbrechen gegen die Meinungsfreiheit übergeben“, erklärte der Staatsanwalt.
Jiménez Aguirre wies darauf hin, dass es bei der Untersuchung von Plagiaten zwei Untersuchungslinien gebe. Es wurden Interviews geführt, Meinungen eingeholt und Recherchen durchgeführt, der Kommunikator konnte jedoch nicht ausfindig gemacht werden. Er stellte klar, dass die staatlichen Verfahren nicht eingestellt werden: „Das bedeutet nicht, dass die Ermittlungsverfahren unsererseits eingestellt werden“, und erklärte, dass man weiterhin mit den Bundesbehörden zusammenarbeiten werde.
Der Vorfall ereignete sich Anfang Juni. Überwachungskameras filmten, wie zwei vermummte Männer mit Langwaffen mit einem Vorschlaghammer gegen die Aluminiumtür schlugen. Als sie versuchten einzutreten, zeigten sie auf die Insassen. Ein Mann versuchte sie zu beruhigen, aber als sie eintraten, überwältigten sie alle und die Aufnahme wurde unterbrochen.
Trotz des Einsatzes von Bundes- und Landeskräften in Nanchital und den umliegenden Gemeinden kann Roxana Ramírez weiterhin nicht lokalisiert werden. Der Fall hat wegen der Gewalt gegen einen Journalisten in einer Region, in der die Meinungsfreiheit ständig gefährdet ist, für Aufsehen gesorgt.




