Die Datei wächst, auch die Geduld wird gemessen
Das USTR nimmt kein Blatt vor den Mund: Es identifizierte weitere 13 Handelshemmnisse in Mexiko, die zu den 54 hinzukommen, die es bereits auf seiner Liste hatte. So hat es der Wirtschaftsminister Marcelo Ebrard gesagt, fast so, als würde jemand eine Verschuldung bekennen, die nicht aufhört zu wachsen.
„Sie haben einen Bericht veröffentlicht, in dem es 13 neue Probleme gibt, die nicht die 54 waren“, sagte Ebrard und versuchte optimistisch zu klingen: Er versichert, dass sie bereits mehr als 50 der ursprünglichen Probleme gelöst hätten. „Es sieht so aus, als wären wir am Ende, drei davon werden uns fehlen“, fügte er hinzu.
Doch der Teufel steckt im National Trade Estimate Report 2026. Da erscheint der erste Stein im Schuh: fehlende öffentliche Konsultationen vor der Erlassung von Vorschriften. Das perfekte Beispiel ist die neue Zollregelung, die am 27. Dezember 2025 veröffentlicht wurde und seit dem 1. Januar 2026 in Kraft ist. Ja, Sie haben richtig gelesen: fast ohne Vorankündigung.
Was haben sie sonst noch gefunden?
US-Exporteure – insbesondere Elektronikexporteure – leiden unter neuen Vorschriften, die die Einfuhr bestimmter Produkte nur in autorisierte Häfen beschränken. Das bedeutet, dass die gesamte Logistik und der Transport neu gestaltet werden müssen. Ein logistisches und finanzielles Problem.
Darüber hinaus kommt es zu Verzögerungen von bis zu zwei Jahren bei der Erlangung von Gesundheitsregistrierungen und Einfuhrgenehmigungen. Das regulatorische Umfeld für Medizinprodukte, Arzneimittel und Bedarfsartikel zeigt nur minimale Verbesserungen. Ein weiteres Highlight: Die öffentliche Konsultationsfrist bei der National Commission for Regulatory Improvement beträgt nur 10 Werktage. Bei komplexen Themen ist das fast ein Witz.
Und vergessen wir nicht die Regulierungskommission für Telekommunikation: Die USTR warnt bereits davor, dass sie nicht autonom ist, wie es die ausgestorbene IFT war. Sie versprechen, es unter der Lupe zu halten.
Das Schlüsselereignis: Mai in CDMX
All dies geschieht kurz vor dem offiziellen bilateralen Treffen des T-MEC, das für den 25. Mai in Mexiko-Stadt geplant ist. Auf mexikanischer Seite werden Ebrard, Minister Julio Berdegué (Landwirtschaft), Roberto Lazzeri – nächster Botschafter in den USA –, Diana Alarcón (Weltbank) und Altagracia Gómez Sierra vom Beirat vertreten sein.
Die Millionen-Dollar-Frage: Sind diese neuen Zeichen eine Warnung oder eine Forderung? Aufgrund unseres rechtlichen und wirtschaftlichen Hintergrunds ist es besser, nicht auf einfache Antworten zu setzen.




