Die Weltmeisterschaft 2026 bricht Torrekorde. In den ersten 40 Spielen fielen 121 Tore, 25 % mehr als im gleichen Zeitraum von Katar 2022. Der Schnitt pro Spiel liegt bei drei Toren, nur drei Duelle endeten ohne Tore.
Was ist der Grund für diesen Anstieg?
Die FIFA führt einen Teil des Phänomens auf den neuen Ball zurück, der mit tiefen Nähten für „optimale Flugstabilität“ ausgestattet ist. Spieler und Trainer sind sich einig, dass der Ball mit hoher Geschwindigkeit herausschießt. „Er ist so schnell wie eine Kanonenkugel“, sagte Austria-Trainer Ralf Rangnick. „Wenn man in der richtigen Position tritt, ist es extrem schwer zu retten.“
Auch die zusätzliche Zeit spielt eine Rolle. Trinkpausen, neu in diesem Turnier, verlängern die Spiele und eröffnen mehr Möglichkeiten. Darüber hinaus vergrößerte sich durch die Erweiterung auf 48 Teams die Talentlücke zwischen den Teams.
Protagonistenligen und Vereine
Mehr als die Hälfte der Tore wurden von Spielern aus den drei wichtigsten europäischen Ligen erzielt: England (28), Deutschland (16) und Spanien (11). Die Premier League führt die Liste an. Im Duell Niederlande – Schweden 5:1 wurden die sechs Tore von Spielern erzielt, die in der Premier League spielen.
„Die Premier League ist intensiver als diese Weltmeisterschaft“, kommentierte Arsenals Brasilianer Gabriel Martinelli. „Aber es ist trotzdem ein sehr schönes Turnier mit qualitativ hochwertigen Spielen.“
Real Madrid hat sechs Tore (drei von Mbappé, zwei von Vinícius Júnior, eines von Bellingham). Liverpool steuert fünf bei; Bayern München, vier. Lionel Messi mit Inter Miami erzielte beim Debüt Argentiniens einen Hattrick und zwei weitere später. Insgesamt verzeichnet die MLS acht Tore.
Aufzeichnung in Reichweite?
Das aktuelle Turnier ist auf dem besten Weg, die 172 Tore von Katar 2022 zu übertreffen. Auch wenn der Vergleich nicht genau ist – dieses Jahr sind es 104 Spiele im Vergleich zu 64 – geht das aktuelle Tempo von 194 Toren in 64 Spielen aus. Der Trend zeigte sich bereits in der Champions League: 3,47 Tore pro Spiel in der vergangenen Saison, ein historischer Rekord.
Mit 88 verschiedenen Torschützen und acht Eigentoren lässt die Offensivpartei nicht locker. Die Weltmeisterschaft zeigt weiterhin, dass das gegnerische Tor immer in Gefahr ist, wenn Talent und ein fliegender Ball vorhanden sind.