Das unerledigte Geschäft der Trikolore
Die mexikanische Nationalmannschaft bestreitet an diesem Mittwoch ein Schlüsselspiel der Weltmeisterschaft gegen Südkorea. Das Team von Javier Aguirre will einen Trend brechen, der es seit den Weltmeisterschaften 1970 und 1986 verfolgt: Siege außerhalb des Azteca-Stadions.
1970 war Mexiko Gastgeber und schloss die Gruppenphase im Coloso de Santa Úrsula mit einem zweiten Platz ab. Für das Viertelfinale mussten sie nach Toluca reisen, wo sie mit 1:4 gegen Italien verloren. 1986 wiederholte sich die Geschichte: Nachdem sie bei Azteca ungeschlagen weitergekommen waren, verloren sie in Monterrey im Elfmeterschießen gegen die Bundesrepublik Deutschland.
„Ich glaube nicht, dass es irgendetwas mit dem Heimatfeld zu tun hat. Ich spiele gerne auf nationalem Territorium, wo auch immer es sein mag. Aus der Geschichte scheint es, als würden wir zusammenbrechen, wenn wir Azteca verlassen, aber Guadalajara ist unsere Heimat“, erklärte Aguirre auf einer Pressekonferenz.
Unterstützung, die antreibt
Der Empfang der Fans in Guadalajara war ein motivierender Faktor. „Mütter, Großmütter, Kinder, Mariachis zu sehen … ist unbeschreiblich. Nur jemand, der drinnen ist, kann es spüren. Wir sind sehr dankbar“, fügte der Trainer hinzu.
Mexiko wird versuchen, mit diesem Duell gegen die Asian Tigers die Geschichte zu ändern. Das Akron Stadium wird ihr neues Zuhause sein. Die Frage ist, ob sich das Schicksal der Azteken auf den Westen überträgt.




