Der Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, Pete Hegseth, richtete eine Warnung an die NATO-Staaten. Er kündigte eine sechsmonatige Überprüfung der US-Militärpräsenz in Europa an, vorbehaltlich der Fortschritte der Verbündeten bei der Übernahme ihrer eigenen Verteidigung. Die Botschaft sorgte für Verunsicherung bei den Bündnispartnern, die mit widersprüchlichen Signalen aus Washington konfrontiert sind.
Ein Aufruf zur europäischen Autonomie
Während eines Treffens in Brüssel sagte Hegseth, die Überprüfung ziele darauf ab, den Übergang zur europäischen Führungsrolle im Verteidigungsbereich zu beschleunigen. Er versicherte, dass die USA ihre Beteiligung reduzieren würden, wenn die Alliierten ihre militärischen Fähigkeiten nicht erhöhen würden. Er kritisierte auch den Zugang zu Militärstützpunkten und stellte die europäische Politik zu Migration und Geschlechtergleichstellung in Frage.
Die Aussagen erfolgen inmitten inkonsistenter Botschaften der US-Regierung über ihre Rolle in der NATO. Dazu gehören vorherige Warnungen, dass Washington seine militärische Unterstützung im Falle eines Angriffs auf ein Mitgliedsland einschränken könnte. Dies hat die Verbündeten gezwungen, ihre Verteidigungsstrategie und -ausgaben dringend zu überdenken.
NATO-Antwort
Die Bündnisführer verteidigten die europäischen Fortschritte bei den Militärinvestitionen. Sie stellten fest, dass die Ausgaben in den letzten Jahren erheblich gestiegen seien. Generalsekretär Mark Rutte erklärte, dass Europa und Kanada ihre Fähigkeiten gestärkt hätten, räumte jedoch ein, dass noch Lücken geschlossen werden müssten.
Am Vorabend des bevorstehenden NATO-Gipfels in der Türkei kommt es zu Spannungen zwischen Washington und seinen Verbündeten. Es wird erwartet, dass die militärische Autonomie Europas und die Zukunft des amerikanischen Engagements vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheit über den Zusammenhalt des Atlantischen Bündnisses die Tagesordnung dominieren werden.
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