Die für diesen Dienstag geplante Anhörung gegen Víctor Rodríguez Padilla, den ehemaligen Direktor von Petróleos Mexicanos (Pemex), wegen des Verbrechens familiärer Gewalt, fand ohne Anwesenheit des Opfers, María Felicia Jiménez Lavie, statt. Durch ein von seinem Rechtsberater vorgelegtes Dokument teilte er mit, dass er nicht vor der Justizbehörde erscheinen werde.
Abwesenheit des Opfers im Prozess
In dem an die Kontrollrichterin Adriana Correa Ortiz gerichteten Brief wird detailliert beschrieben, dass das Opfer am 13. Juli 2026 auf der Meet-Plattform einen Videoanruf mit dem Beamten des öffentlichen Ministeriums Juan Carlos Lagunas Suástegui, der Rechtsberaterin Aleida Ramírez Catalán und einem Psychologen geführt hat. Bei diesem Treffen wurde ihr der Umfang der bedingten Aussetzung des Verfahrens erläutert, nachdem sie zuvor ihre Absicht geäußert hatte, ihrem Ehemann Vergebung zu gewähren.
Aus dem Dokument geht auch hervor, dass María Felicia einer intensiven Medienbelagerung ausgesetzt ist, die sie daran gehindert hat, ein normales Leben zu führen. Sie bleibt zusammen mit ihren Kindern, insbesondere den Minderjährigen, in ihrem Zuhause untergebracht, um sie vor der Öffentlichkeit zu schützen.
„Die Medien waren grausam und geben uns weder Zeit noch Raum“, heißt es in dem Schreiben.
Der Rechtsberater bestätigte während des Videoanrufs die Identität des Opfers durch Vorlage seines Reisepasses und seiner Berufslizenz. Mit dieser Mitteilung erklärt die Verteidigung von María Felicia, dass sie nicht persönlich erscheinen wird, um das Dokument zu ratifizieren, in dem ein alternativer Ausstieg aus dem Verfahren beantragt wird.
Nach einer kurzen Pause wird der Richter die Anhörung fortsetzen, um den Verlauf des Falles und die rechtliche Situation von Rodríguez Padilla zu bestimmen.




