Wichtige Gerichtsentscheidung
Ein Richter entschied, dass das Buch, an dem der Mann mitgeschrieben hat, den die Staatsanwälte als Drahtzieher des Mordes an dem Rapper Tupac Shakur bezeichnen, als Beweismittel vor Gericht verwendet werden kann. Die Verteidigung von Duane „Keffe D“ Davis versuchte, die Zulassung der Memoiren „Compton Street Legend“ aus dem Jahr 2019 sowie der Aussagen, die Davis 2008 und 2009 gegenüber der Polizei gemacht hatte, zu verhindern.
Gegen den 63-jährigen Davis wird wegen Bandenmordes bei der Drive-by-Schießerei, bei der Tupac in Las Vegas angegriffen wurde, Anklage erhoben. Die Ereignisse ereigneten sich am 7. September 1996: Der Rapper war in einem schwarzen BMW mit der Gründerin von Death Row Records, Marion „Suge“ Knight, unterwegs, als ihnen an einer Ampel ein weißer Cadillac entgegenkam und eine Schießerei begann. Tupac wurde mehrfach angeschossen und starb sechs Tage später; Knight überlebte mit leichten Verletzungen.
Der Fall, der als einer der berüchtigtsten ungelösten Morde in den Vereinigten Staaten gilt, wurde wiederbelebt, als Davis begann, öffentliche Erklärungen abzugeben, unter anderem in seinem Buch, in dem er behauptete, er sei im Cadillac gewesen und habe die Waffe bereitgestellt. Dies führte im September 2023 zu seiner Verhaftung. Davis bekannte sich nicht schuldig.
Die Argumentation des Staates basiert auf Davis‘ Buch über seine Zeit in der South Side Compton Crips-Bande und Interviews auf YouTube. Sein Anwalt, Michael Sanft, behauptete, dass das Buch aus Profitgründen fiktionalisiert worden sei und dass unklar sei, welche Teile Davis tatsächlich geschrieben habe. Er argumentierte auch, dass Aussagen gegenüber der Polizei aus den Jahren 2008 und 2009 nicht verwendet werden sollten, da Davis glaubte, nach einem Deal Immunität zu genießen.
Richterin Carli Kierny wies beide Argumente zurück. Es stellte fest, dass Davis die Ansprüche des Buches als seine eigenen übernahm, unabhängig davon, wer es vollständig geschrieben hatte. Der Prozess soll am 10. August beginnen.




