Strenge Inspektionen offenbaren eine Reihe von Unregelmäßigkeiten bei der Wassergewinnung
Eine umfassende Untersuchung der Northern Central Basin Organization der National Water Commission (Conagua) hat alarmierende Ergebnisse hinsichtlich der Bewirtschaftung der unterirdischen Wasserressourcen in der Region La Laguna erbracht. Gabriel Riestra, Direktor der Organisation, berichtete, dass nach einem sorgfältigen Inspektionsprozess 920 Wasserbrunnen inspiziert wurden und festgestellt wurde, dass 150 von ihnen schwerwiegende Anomalien aufwiesen. Bei diesen Unregelmäßigkeiten handelt es sich im Wesentlichen um das völlige Fehlen von Durchflussmessern, die betrügerische Änderung bestehender Geräte und andere Verstöße gegen geltende Vorschriften. Als direkte Folge dieser Erkenntnisse wurde ein Verwaltungsverfahren eingeleitet, um Sanktionen gegen die Eigentümer oder die Verantwortlichen dieser Bohrungen zu verhängen.
Bei dieser Überwachungsmaßnahme handelt es sich nicht um eine isolierte Maßnahme, sondern um die direkte Umsetzung der im Satz 543 des Obersten Gerichtshofs der Nation (SCJN) angeordneten Korrekturmaßnahmen. In diesem Gerichtsurteil kam man mit Nachdruck zu dem Schluss, dass Conagua und das Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen (Semarnat) schwerwiegende Versäumnisse bei ihrer Verpflichtung zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Hauptgrundwasserleiters von La Laguna begangen haben. Dieser Grundwasserkörper befindet sich in einem Zustand extremer Wasserknappheit, mit einem Verfügbarkeitsdefizit von -111,4 Millionen Kubikmetern pro Jahr, eine Zahl, die auf eine kritische und anhaltende Übernutzung im Laufe der Zeit hinweist.
Eine Doppelstrategie: Spitzentechnologie und wissenschaftliche Forschung
Angesichts dieses Szenarios hat Conagua eine umfassende Strategie entwickelt, die auf zwei Grundpfeilern basiert: der Modernisierung der Überwachung und der Vertiefung des hydrogeologischen Wissens. Riestra betonte den Leitgedanken dieser Politik: „Was nicht gemessen wird, kann nicht gemanagt werden.“ Unter dieser Maxime wurde eine Bundesinvestition von 300 Millionen Pesos für die Integration eines Systems von 200 hochmodernen Telemetriemessgeräten angekündigt. Diese Geräte ermöglichen nicht nur die Überprüfung der genauen Fördermengen an strategischen Punkten in Echtzeit, sondern auch die kontinuierliche Überwachung des Verhaltens der piezometrischen Pegel des Grundwasserleiters. Diese Daten werden entscheidend sein, um erstmals den direkten Zusammenhang zwischen der intensiven Nutzung von Brunnen und dem Rückgang des Grundwasserspiegels zu verstehen.
Gleichzeitig wurde eine Kooperationsvereinbarung mit dem renommierten UNAM Institute of Geosciences unterzeichnet, um eine beispiellose Studie mit einer Laufzeit von fünf Jahren durchzuführen. Die Untersuchung umfasst eine detaillierte georeferenzielle Analyse jedes Bohrlochs unter Einbeziehung von Variablen wie dem genauen Standort, den Fördermethoden, den Fördermengen und einer realistischen Zählung der Gesamtzahl der Bohrungen. Ebenso wird eine Untersuchung durchgeführt, um die tatsächliche Hydrographie des Grundwasserleiters und sein physikalisches Verhalten durch eine umfassende piezometrische Analyse zu bestimmen, die die vereinfachten Modelle der Wiederauffüllung durch Infiltration überwinden wird. Das Institut für Geowissenschaften wird auch für die Bestimmung der optimalen Standorte für die Installation des Netzwerks von Telemetriezählern verantwortlich sein, um sicherzustellen, dass die gesammelten Daten repräsentativ für das gesamte System sind.
Rechtliche Hindernisse und der Weg zu einer Nachhaltigkeitsvereinbarung
Riestra erkannte die Existenz eines erheblichen rechtlichen Hindernisses an, das die Verwaltung erschwert: Die Aktualisierung des Registers der Wasserrechte und -konzessionen wird durch eine Anordnung des Fünften Gerichts ausgesetzt. Diese Situation lähmt wesentliche Regulierungsmaßnahmen, wie etwa die endgültige Versiegelung irregulärer Brunnen, insbesondere im Falle von Rechteübertragungen, die nicht bei der Behörde registriert wurden. „La Laguna muss das Benutzerregister aktualisieren. Wir können nicht weiter herumfahren, um zu sehen, wer der Eigentümer ist“, sagte der Beamte und betonte die Notwendigkeit, den Besitz der Ressource als Vorstufe zu einer Verwaltungsvereinbarung zu regeln.
Das Endziel all dieser Maßnahmen besteht darin, einen echten und verbindlichen Pakt zwischen Conagua, den Produzenten im sozialen Sektor und denen im produktiven Sektor zu schließen, um den Grundwasserleiter zu schützen und gleichzeitig die Lebensfähigkeit der regionalen landwirtschaftlichen Produktion aufrechtzuerhalten, eine Aktivität, für die 80 Prozent des aus dem Untergrund entnommenen Wassers verwendet werden. In diesem Zusammenhang wurde bestätigt, dass Conagua bereits über die Konzessionsrechte verfügt, die 186 Millionen Kubikmeter Wasser für das Projekt Gesundes Wasser für La Laguna repräsentieren, eine wichtige Initiative, die darauf abzielt, die Bevölkerung mit Oberflächenwasser aus den Dämmen zu versorgen und so den Druck auf den Grundwasserleiter zu verringern. Riestra schloss mit einem Aufruf zur Mitverantwortung der Bürger und forderte die Bevölkerung auf, bei der Aufdeckung geheimer Bohrungen mitzuarbeiten, ein Mechanismus, der seine Wirksamkeit bereits durch konkrete Erkenntnisse unter Beweis gestellt hat.
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