Kriminelle Kreativität kennt keine Grenzen, das offizielle Rampenlicht jedoch schon
Das Sicherheitskabinett meldete gestern die Festnahme von vier Personen, die 60 Kilo Kokain versteckt in den Wänden der Kühlbox eines Sattelschleppers transportierten. Es geschah in Colima, an der Autobahn Playa Azul – Manzanillo. Die Vorgehensweise? Künstliche Seitenteile. Der Entdecker? Ein Verteidigungshund, denn Hunde lassen sich nicht durch Bilder täuschen.
„Diese Maßnahmen spiegeln die koordinierte Arbeit des Sicherheitskabinetts wider, Transportwege zu schließen, kriminelle Strukturen zu schwächen und die Sicherheit auf den Straßen des Landes zu stärken“, heißt es in einer Erklärung der Behörden.
Klar, es hört sich gut an. Aber man erinnert sich an die vorherigen Operationen, an die Versprechungen, dass dies das Ende des Transfers sei, und dann an das Schweigen. Kollektive Amnesie ist ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann.
Die Details, auf die es ankommt
Semar, Verteidigung, SSPC, FGR, Nationalgarde und staatliche Behörden nahmen teil. Eine filmreife Darstellung. Sie fanden 65 Pakete zu je einem Kilo, vier Festgenommene, einen Sattelschlepper und ein weiteres beschlagnahmtes Fahrzeug. Alles wurde dem Staatsministerium zur Verfügung gestellt, das nun das Wort hat.
Aber die Frage, die niemand beantwortet: Wie viele vergehen noch, ohne dass ein Hund sie beschnüffelt? Wie viele Kühlboxen reisen ohne Inspektion? Unterdessen bleibt das Justizsystem russisches Roulette. Ja, Häftlinge haben Rechte, aber die Wahrheit geht oft in den Akten verloren.
Die Ironie besteht darin, dass in einem Land, in dem die Macht bessere Anwälte hat, die Wahrheit nur von denen ans Licht kommt, die es wagen, über die offizielle Erklärung hinauszuschauen. Ich für meinen Teil werde die Entwicklung weiterhin beobachten.




