Fast drei Jahre sind vergangen, seit die Mitglieder des CNDH-Beirats gemeinsam zurückgetreten sind. Seitdem funktioniert die von Rosario Piedra Ibarra geleitete Organisation ohne die gesetzlich vorgeschriebene Bürgerbeteiligung und das interne Gegengewicht. Der Senat der Republik hat noch keinen Aufruf zur Ernennung der zehn neuen Stadträte herausgegeben.
In diesem Zeitraum hat die Kommission Empfehlungen abgegeben, interne Bestimmungen genehmigt, einen Haushalt erstellt und ihre Verwaltungsstruktur geändert. Alles ohne Aufsicht der Bürger, obwohl das CNDH-Gesetz diesen Mechanismus der institutionellen Unterstützung und Aufsicht vorsieht.
Das Fehlen des Rates hat unmittelbare Konsequenzen. Adalberto Méndez, ehemaliges Mitglied des Gremiums, erklärt es anhand eines aktuellen Beispiels: der Empfehlung des CNDH zum Fall Ayotzinapa.
„Eine der Befugnisse, die das Gesetz dem Beirat einräumt, besteht darin, dass diese Empfehlungen auf der Grundlage der Stellungnahme des Rates verabschiedet wurden. Wenn Sie also eine Organisation ohne diesen Rat haben, werden Empfehlungen dieser Art verabschiedet. Völlig voreingenommene Empfehlungen, die darauf abzielen, die öffentlichen Behörden und nicht die Bürger zu schützen.“
Méndez räumt ein, dass das offizielle Argument sein könnte, dass die Meinungen des Rates nicht bindend seien. Aber er behauptet, dass auch dann eine Rechtsverstöße vorliegen.
Die sechs noch im Amt befindlichen Stadträte traten am 23. Oktober 2023 zurück. In einem Brief an den Senat gaben sie an, dass ihre Meinungen nicht mehr berücksichtigt würden und keine Arbeitsbedingungen vorlägen. Seitdem hat der Senat den Erneuerungsprozess nicht abgeschlossen.
Geteilte Verantwortung
Für Méndez ist das Versäumnis nicht nur auf die Präsidentschaft des CNDH zurückzuführen. Auch der Senat ist schuld.
„Der Senat der Republik ist gleichermaßen verantwortlich. Die Ernennung der Berater ist eine ausschließliche Befugnis des Senats. Er ist der Einzige, der befugt ist, den Aufruf zu erteilen und das Auswahlverfahren zu entwickeln.“
Unterdessen operiert die CNDH weiterhin ohne das Gegengewicht der Bürger, das das Gesetz selbst geschaffen hat, um ihre Autonomie und Transparenz zu gewährleisten.




