Die Datei, die verschwunden ist
Die Generalstaatsanwaltschaft (FGR) hat gerade die Ermittlungen gegen La Luz del Mundo eingestellt. Keine Gebühren. Ohne klare Erklärungen. Jahrelange Ermittlungen wegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs und Finanzdelikten verschwanden in einem bürokratischen Verfahren.
Ironischerweise drohen dem Anführer Naasón Joaquín García in den Vereinigten Staaten Verurteilungen und neue Prozesse. Hier, nichts.
Was nicht zusammenpasst
Die mexikanischen Behörden führten Operationen durch, sammelten Zeugenaussagen und arbeiteten sogar mit den Gringos zusammen. Doch am Ende gelangte der Fall nicht vor einen Richter. Weil?
„Es ist ein Schlag gegen das Vertrauen in die Institutionen“, prangert Sochil Martin an, eines der Opfer, das sich nun erneut zum Opfer gemacht fühlt.
Die FGR versuchte, mit verdeckten Methoden und Zeugenverfolgung Beweise zu sammeln. Viele Ermittlungslinien blieben unvollendet oder führten einfach zu nichts.
Der Schatten des Einflusses
Hier ist das Wesentliche: Das Licht der Welt hat Tentakel auf allen Regierungsebenen. Mitglieder in öffentlichen Ämtern, politische Verbindungen … ein Netzwerk, das schon immer Zweifel hinsichtlich seiner Fähigkeit geweckt hat, sich der Gerechtigkeit zu entziehen.
Es ist nicht das erste Mal. Es gibt eine historische Aufzeichnung ähnlicher Beschwerden gegen ihre Anführer, die nie Erfolg hatten. Das institutionelle Gedächtnis scheint selektive Lücken zu haben.
Unterdessen treiben die US-Behörden nördlich der Grenze mehrere Verfahren gegen Naasón Joaquín voran. Verurteilungen wegen sexuellen Missbrauchs, neue Vorwürfe wegen organisierter Kriminalität und Menschenhandel … da ist Bewegung.
Hier bleibt nur das offizielle Schweigen und der bittere Geschmack einer Justiz, die wieder einmal zwei Geschwindigkeiten zu haben scheint: eine für die Mächtigen, gut vernetzten und eine andere für alle anderen.




