Der Seifenopernkampf, den niemand kommen sah
Fernando Carrillo, der Frauenschwarm, der uns in den 90er Jahren zum Seufzen brachte, hat gerade die Einschaltquoten der venezolanischen Politik mit einem Drehbuch erhöht, das seinen besten Melodramen würdig ist. In einem Interview in Argentinien ließ er die Bombe platzen: Er gab José Luis Rodríguez, „El Puma“, 72 Stunden Zeit, sich öffentlich zu entschuldigen.
Sollte er dies nicht tun, verspricht er, kompromittierende Videos ans Licht zu bringen. Und er redet nicht von verstimmtem Karaoke.
„Er nannte ihn eine Hyäne und einen Landesverräter“,
gab den Moderator der Sendung bekannt. Die Forderung ist dreifach: Entschuldigung bei ihm, beim venezolanischen Volk und sogar bei Nicolás Maduro selbst.
Die Anschuldigung, die alles verändert
Der Kern der Sache ist ernst. Carrillo versichert, dass „El Puma“, der sich immer als Regierungsgegner zeigte, tatsächlich private Treffen mit Chavismo abhielt.
Seiner Geschichte zufolge hätte der Sänger um ein ruhiges Treffen mit Maduro in der Präsidentenresidenz gebeten und Kapitän Escalona als Kontaktperson genutzt. Mit anderen Worten, die klassische Doppelmoral, die sich mehr verkauft als ein Reggaeton-Album.
Dies bringt den „Hold on Hands“-Darsteller in eine unbequemere Position, als wenn er in neuen Schuhen Salsa tanzt. Wird es wahr sein? Oder ist es nur eine weitere Episode der ewigen Reality-Show Promi-Politik?
Klar ist, dass Carrillo von der Hauptrolle in „Rosalinda“ zu einer Hauptrolle in einem politischen Thriller wurde. Und dieses Mal sind die Bewertungen echt.




