Der Fall und das Wunder nach Bruno Bichir
Drei Monate nach dem alarmierenden Unfall ist der Schauspieler José Ángel Bichir vollständig genesen. Sein Onkel Bruno Bichir bestätigt es ohne zu zögern: „Gott sei Dank, er ist sehr gut, du würdest es nicht glauben, wenn du ihn sehen würdest.“ In einem Interview beschrieb der Schauspieler das Geschehen als ein Wunder. „Dieser Junge ist gesund, ich sehe nach einer Erkältung schlechter aus“, fügte er hinzu.
Das Missgeschick ereignete sich, als José Ángel versehentlich aus dem dritten Stock stürzte. Bruno war sichtlich dankbar und betonte auch den guten Gesundheitszustand seiner Mutter, der Schauspielerin Maricruz Nájera, 85, die sich nach einer Hüftoperation bereits ohne Hilfe fortbewegt.
Requiem: ein Werk über Polarisierung
Bruno Bichir ist Teil der Inszenierung Requiem, die am 17. Juli im Shakespeare Forum Premiere feiert. Er spielt Pater Banks, einen Priester, der versucht, die Hinrichtung eines Minderjährigen in Texas zu verhindern. Auf der Bühne teilt er sich mit Marimar Vega, die Emma spielt, die Staatsanwältin in dem Fall.
Das von Reynolds Robledo geschriebene und von Enrique Singer inszenierte Stück untersucht die moralische Debatte um Gerechtigkeit und Mitgefühl. „Wie sehr sind wir bereit, Andersdenkenden zuzuhören?“ sagt Robledo.
Marimar Vega gestand, dass sie eine Affinität zu ihrer Figur gefunden habe. „Emma ist eine Frau mit festen Idealen. Das Stück lässt einen fragen, ob man sich behaupten würde, wenn man auf der anderen Seite wäre“, sagte er.
Für Singer ist die neue Staffel kein Comeback. „Die Szenerie ist ähnlich, aber die Schauspieler schlagen unterschiedliche Sichtweisen auf die Charaktere vor. Es ist faszinierend, wie der Text erneuert wird“, erklärte er.
Bruno Bichir schätzt es, Teil dieses zeitgenössischen mexikanischen Dramas zu sein. „Marimar und ich kommen aus der Theaterwelt. Es gibt Respekt vor dem Autor und dem Regisseur, aber wir sind keine Menschen, die nur gehorchen. Es ist eine ziemliche Erfahrung“, schloss er.




