Ein kontroverser Aufruf aus der Vergangenheit
Sepp Blatter, der ehemalige Präsident der FIFA, hat die Fußballatmosphäre aufgewühlt. An diesem Montag unterstützte er öffentlich einen Vorschlag an Fans, die Spiele der Weltmeisterschaft 2026 in den USA nicht zu besuchen.
Sein Argument ist nicht sportlich, sondern politisch. Blatter stellt aufgrund des Vorgehens seiner Regierung die Eignung des Landes als Veranstaltungsort in Frage. In einem Beitrag auf X wiederholte er die harten Worte des Schweizer Experten Mark Pieth.
„Wenn man alles bedenkt, was wir besprochen haben, gibt es für die Fans nur einen Rat: Finger weg von den Vereinigten Staaten!“
Pieth, der dem Anti-Korruptions-Komitee vorstand, das vor Jahren die FIFA reformierte, äußerte sich in einem Interview mit der Zeitung „Der Bund“ energisch. Er warnte vor einer möglichen harten Behandlung von Besuchern.
Blatter fügte seinen eigenen Kommentar hinzu, indem er ihn zitierte: „Ich denke, Mark Pieth hat Recht, wenn er diese Weltmeisterschaft in Frage stellt.“
Eine Weltmeisterschaft unter der Lupe
Das Turnier wird vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 gemeinsam mit Kanada und Mexiko ausgetragen. Doch der politische Schatten ist lang.
Die internationale Fußballgemeinschaft betrachtet bestimmte amerikanische Richtlinien mit Sorge. Reiseverbote und die Behandlung von Migranten und Demonstranten werden erwähnt.
Für Blatter, zwischen 1998 und 2015 Präsident des Weltfußballs, reicht das, um zur Distanzierung aufzurufen. Erinnern wir uns, sein Rücktritt erfolgte inmitten eines Korruptionsskandals.
Jetzt lanciert er von außerhalb der Organisation eine Idee, die dort ansetzen will, wo es am meisten schmerzt: auf den leeren Rängen. Die Debatte darüber, wie weit die Politik im Sport gehen sollte, ist bedient.




