MEXIKO-STADT. – 3 Millionen 778 Tausend 056 Impfungen in sieben Tagen. Dies wird von den Institutionen des Gesundheitssektors – Gesundheitsministerium, IMSS, IMSS-Bienestar, ISSSTE, Pemex, Semar und Sedena – in der ersten Woche des Nationalen Impftages 2026 gemeldet.
Klingt nach einem Gesundheitsfest, oder? Doch bevor man applaudiert, lohnt es sich zu fragen: Wie viele dieser Dosen gelangten tatsächlich in die Arme der gefährdeten Personen und wie viele davon blieben Statistiken? Denn hierzulande verbergen sich hinter hübschen Zahlen oft hässliche Realitäten.
Die Kampagne, die den ganzen Mai dauert, bietet Impfstoffe aus dem Basis- und Ergänzungsplan an: gegen Masern und Röteln (SR), Masern, Röteln und Mumps (MMR), Tetanus (TD), Pneumokokken, Hepatitis B und neu gegen das Respiratory Syncytial Virus (RSV).
„Impfungen sind eine der wirksamsten Maßnahmen, um Krankheiten vorzubeugen und Leben zu retten“, heißt es in der Stellungnahme des Gesundheitsministeriums.
Und ja, es ist wahr. Aber es stimmt auch, dass wir jedes Jahr die gleiche Rede hören und es dann zu Ausbrüchen kommt, bei denen am wenigsten in echte Prävention investiert wird.
Zielgruppen: Mädchen, Jungen, Jugendliche, Erwachsene und gefährdete Personen. Das heißt, fast alle. Aber die unbequeme Frage bleibt: Erreichen die Impfstoffe die am stärksten vernachlässigten Gemeinden oder nur städtische Zentren, in denen eine Meldung leicht möglich ist?
Der Weg ist ein Schritt. Aber in einem Land, in dem das Misstrauen gegenüber Institutionen chronisch ist, wäre Transparenz darüber, wo und wie diese Dosen verabreicht werden, das wahre Gegenmittel. Im Moment sind die Zahlen vielversprechend. Die Geschichte wird zeigen, ob sie Realität waren.




