Das WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien in New Jersey hat auf den Bankbänken einen besonderen Hintergrund. Luis de la Fuente, Trainer Spaniens, war 2017 der Lehrer von Lionel Scaloni, als dieser den Trainerkurs in Las Rozas absolvierte.
Beide stehen sich zum ersten Mal in einem entscheidenden Spiel gegenüber. Scaloni erinnert sich so daran:
„Zusätzlich dazu, dass ich mein Lehrer im Coaching-Kurs war, hatte ich eine besondere Beziehung zu ihm, weil ich seine Nähe mag und wir uns heute zufällig in einem Finale kennengelernt haben.“
De la Fuente wiederum drückte seine Bewunderung aus: „Ich bewundere ihn im Fußball und er ist ein großartiger Mensch.“
Zwei Profile ohne Vereine
Scaloni und De la Fuente teilen mit, dass sie noch nie Profivereine trainiert haben. Bei einer Weltmeisterschaft mit Trainern wie Ancelotti oder Tuchel repräsentieren sie den traditionellen Nationaltrainer. Ihr Erfolg hängt nicht von der Taktik ab, sondern vom menschlichen Management.
„Das Wichtigste ist, eine Gruppe zu managen, über die Taktik hinaus“, sagte De la Fuente, der nach Katar 2022 Spaniens Trainer wurde.
Scaloni, der den Spitznamen „Zufallstrainer“ trägt, übernahm 2018 das Amt, nachdem er Russland verlassen hatte. Trotz Maradonas Kritik – „Scaloni? Er kann nicht einmal den Verkehr regeln“ – führte er Argentinien zur Copa América 2021, zur Weltmeisterschaft 2022 und zur Copa América 2024.
Feste Entscheidungen
Beide Techniker zögern nicht, Zahlen wegzulassen. Scaloni besiegte Rodrigo De Paul im Halbfinale; De la Fuente schloss Pedri aus und machte Platz für Fabián Ruiz. „Wir tun, was die Partei unserer Meinung nach braucht“, erklärte Scaloni.
Scaloni lebt auf Mallorca und hat eine spanische Familie, aber am Sonntag will er den Sieg anstreben: „Es tut mir leid, wir werden versuchen, sie zu schlagen.“ Jemand wird gekrönt, aber der Respekt zwischen Lehrer und Schüler ist bereits besiegelt.